Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen die Aktie von Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) zu verkaufen.
Bisher habe der Internetsuchdienst die Investoren stets mit ausgezeichneten Zahlen verwöhnt. Auch die am Dienstag präsentierten Zahlen seien sehr gut ausgefallen, aber sie hätten nicht wie bisher die Erwartungen übertreffen können. Im Gegenteil: Sie hätten sogar spürbar die Erwartungen verfehlt. Der Gewinn habe im 4. Quartal um 82% auf 372,2 Mio. US-Dollar bzw. 1,22 US-Dollar je Aktie zugelegt. Die Analysten hätten hingegen 1,51 US-Dollar je Aktie erwartet. Grund für die unerwartet "geringe" Gewinnsteigerung sei ein überraschend hoher Steuersatz gewesen. Der Umsatz habe sich um 86% auf 1,92 Mrd. US-Dollar verbessert, was die Prognosen getroffen habe. Das sei vom Markt jedoch ebenfalls als Enttäuschung aufgefasst worden, denn bisher habe Google die Umsatzprognosen stets um 5% bis 8% übertreffen können.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" hätten mehrfach zum Kauf des Titels geraten, hätten aber meistens zu vorsichtig limitiert und seien lediglich mit der Empfehlung vom 20. Januar 2005 bei 207,50 US-Dollar zum Zuge gekommen. Seitdem habe trotz der jüngsten Abwärtsreaktion immer noch ein erfreuliches Plus von 86% erzielt werden können.
Bisher habe die Aktie stets eine beeindruckende relative Stärke zum Gesamtmarkt gezeigt. Die Experten würden befürchten, dass nun mit der ersten Enttäuschung seit dem Börsengang im August 2004 die sensationelle Erfolgsstory bis auf weiteres beendet sein könnte. Das Risiko stecke in der immens hohen Bewertung. Auf Basis der Prognosen für 2006 betrage das KGV 44, während die Umsatzbewertung beim 13,3fachen liege. Solange die Story stimme, sei eine solche Bewertung problemlos durchzuhalten, aber wenn die erste Enttäuschung komme, werde der Markt nicht mehr bereit sein, einen solchen Preis zu bezahlen.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten also nun dazu, die Gewinne mitzunehmen und die Aktie von Google zu verkaufen.
Analyse-Datum: 02.02.2006