Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848) nach wie vor mit "halten" ein.
Die HHLA werde am 15. Mai die Zahlen zum ersten Quartal 2009 vorlegen. Es sei mit einem deutlichen Einbruch im Containerumschlag zu rechnen, der sich in ebenfalls deutlich sinkenden Umsätzen widerspiegeln sollte. Hierbei sei Folgendes zu beachten: Während Transhipment-Ladungen (See-See-Umschlag) doppelt in die Umschlagsstatistik eingehen würden, finde bei der Hinterland-Verladung nur eine einfache Zählung statt. Margenseitig sei der Umschlag aus dem Hinterland für die HHLA aber attraktiver und werde in der Folge verstärkt verfolgt. Dies habe zur Folge, dass Mengenstatistiken und operative Geschäftsentwicklung der HHLA divergieren und die Margen auch in Q1 auf einem hohen Niveau bleiben würden. Man rechne mit einer EBITDA-Marge von 28,0%.
Der Ausblick auf das Gesamtjahr sei verhalten. Das Management habe erklärt, dass man mit einem deutlich zweistelligen Rückgang beim Umschlag- und Transportvolumen rechne. In der Folge erwarte man Umsatz, EBIT und EBIT-Marge unter dem Niveau von 2008. Die Gesellschaft habe mit einem Maßnahmenpaket auf die Eintrübung der Geschäftsaussichten reagiert, wobei man neben den Anpassungen im Investitionsprogramm insbesondere bei den Material- und Personalkosten ansetze. In Q2 sollten hier die positiven Effekte deutlicher sichtbar werden. Nach dem kräftigen Kursanstieg steige die Gefahr eines kurzfristigen Kursrückgangs.
Auf Sicht von zwölf Monaten erhöhen die Analysten vom Bankhaus Lampe das Kursziel infolge gestiegener Peer-Bewertungen von 23,00 Euro auf 28,00 Euro, sodass sie die HHLA-Aktie weiterhin mit "halten" einstufen. (Analyse vom 08.05.2009) (08.05.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 08.05.2009