Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848) unverändert mit "halten" ein.
Die HHLA habe am 15. Mai 2009 die Zahlen zum ersten Quartal 2009 vorgelegt. Die Zahlen hätten, wie erwartet, deutlich unter dem Vorjahresniveau gelegen. Der Containerumschlag sei drastisch eingebrochen (-31,8% ggü. dem Vorjahr), wobei hier die Rückgänge in Odessa überproportional hoch gewesen seien (mehr als 50%). Der Umsatz sei mit -21,0% weniger stark rückläufig gewesen, was auf den besonders hohen Rückgang bei den Feedercontainern zurückzuführen gewesen sei (-38,6%; hier wirke sich die Doppelzählung des Feederumschlags aus). Durch das vertikal integrierte Geschäft der HHLA seien auch die Segmente Intermodal und Logistik umsatzseitig mit Minuszeichen behaftet gewesen (-23,4% bzw. -8,1%). Der Blick auf die regionale Entwicklung zeige, dass die Wachstumstreiber der Vergangenheit (Fernost, Osteuropa) besonders vom Einbruch betroffen gewesen seien.
Ergebnisseitig habe die HHLA die Margen auf einem hohen Niveau halten können. Gerade im Segment Container habe man weiterhin hochprofitabel gearbeitet (EBITDA-Marge von 43,3% ggü. 48,6% in 2008). Zur Sicherung der Ergebnisqualität sei ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt worden, durch welches die Materialkosten bereits im 1. Quartal um 24,7% hätten gesenkt werden können. Auf der Personalkostenseite steuere man unter anderem mit Kurzarbeit gegen. Dieser Effekt gehe aber erst in die Rechnung des zweiten Quartals ein. Zudem sei bekannt gegeben worden, dass das Capex auf 280 Mio. EUR für 2009 reduziert werde. Hier bewege sich man nun am unteren Ende der eigenen Guidance von 280 bis 320 Mio. EUR.
Folgende positive und negative Effekte sollten bei dem Ergebnis beachtet werden: HHLA reagiere mit Kostensenkungen auf den Mengeneinbruch. Die Margen seien weiterhin auf einem hohen Niveau. Eine detaillierte Guidance stehe noch aus. Durch die regionale Positionierung und ein integriertes Geschäftsmodell sei die HHLA besonders von der Wirtschaftskrise betroffen.
Nach Ansicht der Analysten sei es zu einem Einsteig in die Aktie zu früh. Es bleibe abzuwarten, wann der konjunkturelle Boden erreicht sei und inwieweit die Erlösqualität bewahrt werden könne.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die HHLA-Aktie nach wie vor zu halten. Das Kursziel sehe man weiterhin bei 28 EUR. (Analyse vom 19.05.2009) (19.05.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 19.05.2009