Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von HUGO BOSS (ISIN DE0005245534/ WKN 524553, VZ) von "kaufen" auf "halten" herunter.
Die Diskussionen über eine Sonderausschüttung seien nach Erachten der Analysten in den zurückliegenden Wochen - nach dem Ausscheiden des CEO Sälzer - wie erwartet ein wesentlicher Treiber für die Aufwärtsentwicklung der Aktie. HUGO BOSS habe jetzt gestern Abend publiziert, dass die Dividende je Stammaktie um 0,26 EUR auf 1,45 EUR (2006: 1,19 EUR) und je Vorzugsaktie auf 1,46 EUR (2006: 1,20 EUR) angehoben werden solle. Zudem solle für beide Gattungen eine Sonderdividende für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 5,00 EUR ausgeschüttet werden. HUGO BOSS lege in diesem Zusammenhang Wert auf die Tatsache, dass die strategische Ausrichtung des Unternehmens unverändert bleiben solle. Der Fokus solle auch künftig auf der Expansion und der weiteren Internationalisierung des Konzerns liegen.
Der Konzern habe zudem mit der Feststellung des Jahresabschlusses seine vor Monatsfrist publizierten vorläufigen Zahlen bestätigt. Demnach habe der Umsatz 2007 um 9% (währungsbereinigt 12%) auf 1,632 Mrd. EUR zugelegt. Das EBIT sei um 19% auf 220 Mio. EUR gestiegen, der Konzerngewinn um 20% auf 154 Mio. EUR.
Insgesamt bleibe man HUGO BOSS gegenüber positiv eingestellt.
Wenn die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Anlageempfehlung für die Aktie von HUGO BOSS dennoch von "kaufen" auf "halten" zurücknehmen, dann geschieht dies vor dem Hintergrund, dass ihr aktuelles Investmentszenario mit der Diskussion über die Sonderdividende aufgegangen ist und sie glauben, dass in den nächsten Monaten temporär Diskussionen über die weitere Geschäftsstrategie, die zu Unsicherheiten führen, möglich sind. Das Kursziel werde von 41,00 EUR auf 43,00 EUR erhöht. (Analyse vom 12.03.2008) (12.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 12.03.2008