Hannover (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Nord LB, Wolfgang Vasterling, stuft die HUGO BOSS-Aktie (ISIN DE0005245534/ WKN 524553, VZ) von "kaufen" auf "halten" herunter.
Wegen des guten Geschäftsverlaufs habe HUGO BOSS vermeldet, die reguläre Dividende pro Vorzugsaktie um 22% auf EUR 1,46 zu erhöhen. Außerdem solle eine Sonderdividende in Höhe von EUR 5 pro Aktie ausgeschüttet werden. Diese solle mit einer höheren Verschuldung finanziert werden. Insgesamt würden damit rund EUR 455 Mio. zur Ausschüttung gebracht. Das Eigenkapital des Konzerns dürfte damit von EUR 412 Mio. auf ca. EUR 111 Mio. sinken. Die Eigenkapitalquote müsste sich damit von 41,6% auf ca. 12% reduzieren. Die Bilanz für 2007 werde erst am 27. März präsentiert. Hintergrund des Vorschlags dürfte der Kapitalbedarf des Großaktionärs Permira sein, der möglichst schnell Geld aus dem Unternehmen zur Finanzierung der Übernahme herausziehen wolle.
Nach dem Ausscheiden zweier Vorstände werde nun die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens deutlich ausgedünnt. Permira scheine das bislang sehr erfolgreiche Geschäftsmodell von HUGO BOSS doch zunehmend anzuzweifeln.
Die Börse hat auf die hohe Ausschüttung zwar zunächst positiv reagiert, angesichts der gestiegenen Unsicherheit über die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte stufen die Analysten der Nord LB die Aktie von HUGO BOSS aber von "kaufen" auf "halten" herab. (Analyse vom 12.03.2008) (12.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 12.03.2008