Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Hamburger Sparkasse, Christian Hamann, stuft die Aktie von HUGO BOSS (ISIN DE0005245534/ WKN 524553, VZ) von "halten" auf "verkaufen" zurück.
Die HUGO BOSS AG zähle weltweit zu den erfolgreichsten und bekanntesten Bekleidungsherstellern. In den textilen Kernbereichen Konfektion und Sportswear würden die Herrenkollektionen BOSS, HUGO und sowie die Damenkollektion BOSS Woman angeboten. Die Produktpalette werde durch zahlreiche nicht-textile Accessoires wie z. B. Brillen, Düfte und Uhren, die in Form von Lizenzvereinbarungen an Partnerfirmen vergeben würden, ergänzt. Die Umsätze hätten sich in den ersten neun Monaten 2007 auf Deutschland (22%), Resteuropa (50%), Amerika (17%), Asien/übrige Regionen (9%) und Lizenzerlöse (2%) verteilt. Zum traditionellen Vertrieb über Handelspartner komme zunehmend der Betrieb von eigenen Ladengeschäften. Per 30.09.07 habe BOSS weltweit 266 (30.09.06: 203) eigene Shops. Die Eigenkapitalquote per 30.09.07 betrage 50,6%.
Angesichts der starken Marke sowie der guten geografischen Absatzverteilung würden die Analysten auch in einem schwierigeren Marktumfeld gute Wachstumschancen sehen. Da die Stammaktien derzeit unter dem Niveau der Vorzugsaktien notieren würden, würden die Analysten im Hinblick auf eine spätere Vollübernahme weiterhin die Stämme bevorzugen. Der Dividendenvorteil der Vorzüge sei minimal (0,01 EUR), zudem laufe der Titel Gefahr, aus dem MDAX zu fallen.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse raten die Aktie von HUGO BOSS zugunsten der deutlich attraktiveren Stämme zu verkaufen und stellen die Beobachtung der Vorzüge ein. (Analyse vom 07.02.2008) (07.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 07.02.2008