Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" legen sich bei der Aktie von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) auf die Lauer.
Der Baustoffriese bekomme mit der neuen Kreditvereinbarung zusätzliche Zeit. Wie bekannt, habe das Unternehmen vor allem nach der teuren Übernahme von Hanson mit Schulden in Höhe von ca. 12,1 Mrd. EUR gekämpft. Der Großteil davon sei im nächsten Jahr fällig gewesen. Die Verhandlungen mit über 50 Gläubigerbanken, die sehr schleppend verlaufen seien (möglicherweise auch deswegen, da sich Spekulationen zufolge einige Banken über Credit Default-Swaps gegen einen Kreditausfall abgesichert hätten und somit an einer konstruktiven Lösung nicht besonders interessiert gewesen seien), hätten zu einer Einigung geführt. Diese sehe einen neuen syndizierten Kreditvertrag mit Laufzeit bis 15.12.2011 und im Volumen von 8,7 Mrd. EUR vor.
Die neue Vereinbarung erleichtere die Rückzahlung einer für Mai kommenden Jahres fälligen Kredittranche. Sie gebe auch Zeit, die Unternehmensbeteiligungen zu verkaufen. Dies habe schon begonnen, denn man habe sich von einem Teil der Beteiligung an Indocement getrennt. Mit gesenktem Zeitdruck könne das Unternehmen in Verhandlungen selbstverständlich entsprechend besser auftreten und im Zweifelsfall höhere Verkaufserlöse durchsetzen.
Die neue Vereinbarung stelle auch für den extrem nach unten getriebenen Aktienkurs ein positives Signal dar, weil man somit auch einen Bruch der Kreditauflagen zunächst habe vermeiden können.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" legen sich bei der HeidelbergCement-Aktie auf die Lauer. Das Stop-buy-Limit setze man bei 31,05 EUR. Das Kursziel werde bei 44 EUR, und das Stop-loss bei 25,75 EUR gesehen. (Ausgabe 26 vom 27.06.2009) (29.06.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 29.06.2009