Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten die Aktie von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) zu kaufen.
Der hohe Kursanstieg von HeidelbergCement zeige auf, was geschehe, wenn ein Gewinnsprung auf eine immer noch lächerlich günstige Bewertung stoße. Auch mit dem jüngsten Muskelspiel im Kurs sei das Potenzial weiterhin nicht ausgeschöpft.
Bernd Scheifele, der Cheflenker des Baustoff-Imperiums, mache einen bemerkenswert guten Job. Habe die Nettoverschuldung im Schlussquartal 2007 noch ca. 14,6 Mrd. EUR betragen, so seien daraus bis zum dritten Quartal des laufenden Jahres nur noch 8,6 Mrd. EUR geworden. Auch operativ laufe es gut: Im letzten Quartal habe sich der Umsatz um 13% gesteigert, und der Gewinn mehr als verdoppelt. Man sehe sich auf Kurs, das für das laufende Jahr beabsichtigte Einsparvolumen von 300 Mio. EUR zu schaffen. Es sei also kein Wunder, dass sich der Wert inzwischen vom Tief habe erholen können.
Ein Vertrauensbeweis sei sicherlich auch, dass Ludwig Merckle (der Alleinerbe von Adolf Merckle) seine Beteiligung auf 25,1% erhöht habe. Der Paketwert liege immerhin bei grob 2 Mrd. EUR. Zurzeit plane er keinen Zukauf, aber solche Bekenntnisse könnten windelweich sein bzw. man könne sie leicht umgehen. Es wäre jedenfalls ein guter Schachzug, denn bei der Aktie sei noch mehr drin:
In der Bilanz per 30.09. stehe ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von ca. 12,08 Mrd. EUR. Dies vergleiche sich mit einem Börsenwert von HeidelbergCement von gerade mal etwa 8 Mrd. EUR. Nur um dem Eigenkapital zu entsprechen (was immer noch günstig wäre), müsste der Kurs um etwa 50% steigen. Die Experten würden sogar das Kursziel noch auf 80 EUR anheben, wenn auch mit einem Zeithorizont von 24 Monaten.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" vergeben eine klare Kaufempfehlung an die HeidelbergCement-Aktie. (Ausgabe 45 vom 13.11.2010) (15.11.2010/ac/a/d)
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