Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten weiterhin die Finger von der Heidelberger Druck-Aktie (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) zu lassen.
Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller habe seine Gewinnprognose für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 verfehlt. Noch im Februar habe man angekündigt, dass der Betriebsgewinn über dem Vorjahreswert von 302 Mio. EUR liegen werde. Jetzt habe man zurückgerudert und "mindestens 260 Mio. EUR" in Aussicht gestellt. Die Auftragseingänge seien wegen des starken Euro und der nachlassenden Nachfrage aus den USA abgeflaut. Auch beim Umsatz müsse Heidelberger Druck kleinere Brötchen backen: Statt des Vorjahreswertes von 3,8 Mrd. EUR gehe man nun von einem Rückgang von 3% aus.
Heidelberger Druck versuche nun, gegenzusteuern. Das wolle man mit Kostensenkungsmaßnahmen erreichen. Zudem solle die Abhängigkeit vom Euro dadurch reduziert werden, indem man mehr Maschinen außerhalb des Euroraums produzieren und dort auch einen größeren Teil seiner Einkäufe abwickeln wolle. Durch diese Maßnahmen werde man den Abschwächungseffekt zwar etwas abfedern, aber nicht gänzlich kompensieren können.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" hatten in den letzten neun Monaten dreimal vom Kauf der Heidelberger Druck-Aktie abgeraten. Seitdem habe der Kurs 60% nachgegeben. Es bleibe bis auf weiteres bei ihrer Einschätzung: Finger weg! (Ausgabe 50 vom 02.04.2008) (02.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 02.04.2008