Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten der "Prior Börse" ist die Aktie von Helma Eigenheimbau (ISIN DE000A0EQ578/ WKN A0EQ57) interessant.
Helma Eigenheimbau-Finanzvorstand Gerrit Janssen habe die Prior-Redaktion besucht. Das Unternehmen vertreibe massive Ein- und Zweifamilienhäuser und das mit wachsendem Erfolg. Zwischen Januar und Juni 2008 seien erst 215 Häuser verkauft worden, 2009 seien es bereits 271 gewesen. "Unser Konkurrent ist das kleine, regionale Bauunternehmen", so Janssen. Aber mit der Finanzkraft der im Entry Standard gelisteten Gesellschaft könnten nur wenige in dem zersplitterten Markt mithalten. Zwischen 2005 und 2009 habe etwa die Anzahl der Musterhäuser, die auch als Sitz für Bauleiter und Vertriebler genutzt würden, von 15 auf 37 zugenommen. Und so sei es nicht verwunderlich, dass Helma immer mehr Häuslebauer gewinnen könne. Nur wenige Firmen kämen in dem rückläufigen Wohnungsbausektor so gut zurecht.
Nach dem Wegfall der Eigenheimzulage (Ende 2005) sei die Zahl der Baugenehmigungen von rund 146.000 (2006) auf nur noch 88.000 (2008) zurückgegangen. Der Umsatz von Helma Eigenheimbau habe sich über dem Marktdurchschnitt entwickelt. Der Finanzvorstand beabsichtige, durch die regionale Expansion das Wachstum zu unterfüttern. Nach der Gründung in Hannover habe die Gesellschaft zunächst Berlin und Leipzig erobert, bevor man in den baufreudigen süddeutschen Raum vorgedrungen sei. Bundesweit gebe es noch viel Potenzial.
Helma Eigenheimbau habe mit Fertighäusern nichts zu tun, was nach Ansicht der Experten positiv zu werten sei. Fertighausbauer müssten Produktionsstätten vorhalten und regelmäßig modernisieren. Angesichts erheblicher Fixkosten und gebundenen Kapitals in Millionenhöhe könnten sich kleine Krisen schnell zum großen Problem entwickeln. Über eine Tochtergesellschaft engagiere sich das Unternehmen in wachsendem Maße auch als Bauträger für kleine bis mittelgroße Wohngebiete. In diesem margenstarken Geschäftsbereich seien bisher pro Jahr rund fünf Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet worden. Mittelfristig könnte das Niveau auf 15 Millionen Euro anwachsen.
Janssen habe sich zufrieden mit dem 1. Halbjahr gezeigt, obwohl der strenge Winter Bauverzögerungen verursacht habe. Die Umsätze (aus fertigen Bauabschnitten) hätten mit 26,4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (27,2 Millionen) gelegen. In der 2. Jahreshälfte sollten die verspäteten Arbeiten allesamt aufgeholt werden: 35 Millionen Euro Umsatz sollten drin sein. Obwohl die Aufträge abgearbeitet würden erwarte Janssen, dass der Orderbestand an Silvester auf Halbjahresniveau bei 72 Millionen Euro liege, was ein großer Erfolg wäre. Wenn nichts dazwischen komme, nehme der operative Gewinn von einer Million Euro (2009) auf drei Millionen zu. Das 2010er KGV betrage moderate acht. Auf Jahressicht seien Kurse um sechs Euro möglich.
Gemäß den Experten der "Prior Börse" ist die Helma Eigenheimbau-Aktie interessant. (Ausgabe 75 vom 07.10.2009) (07.10.2009/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 07.10.2009