Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Torsten Klingner, empfiehlt unverändert, die Aktien von Helma Eigenheimbau (ISIN DE000A0EQ578/ WKN A0EQ57) zu kaufen.
Die vorläufigen Zahlen 2008 seien veröffentlicht worden: Der Umsatz habe wie erwartet um 13% auf EUR 57 Mio. gesteigert werden können. Die EBIT-Schätzung von EUR 0,1 Mio. sei jedoch mit EUR -0,4 Mio. nicht ganz erreicht worden, da die Kostensenkungen etwas geringer als prognostiziert ausgefallen seien. Die Rohmarge habe mit 21% wieder deutlich über dem Vorjahreswert von 16% gelegen, was angesichts des rückläufigen Marktes bemerkenswert sei. Helma Eigenheimbau sei in einem schwierigen Marktumfeld eine beachtliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr gelungen (EBIT EUR -7,7 Mio.). Durch die Umstellung von HGB auf IFRS hätten sich keine nennenswerten Effekte ergeben.
Der Nettoauftragsbestand zum 31.12.2008 habe sich um 12% auf EUR 54 Mio. verbessert obwohl die Baugenehmigungen 2008 um 7% zurückgegangen seien. Marktanteile hätten in Süddeutschland (Auftragseingang +176%) und in Norddeutschland (+37%) im Rahmen der zunehmenden Etablierung in diesen Regionen gewonnen werden können.
Die Wirtschaftskrise hinterlasse auch bei Helma Eigenheimbau Spuren. Die Guidance für 2009 sei beim Umsatz auf EUR 60 Mio. (EUR 70 Mio.) und beim EBIT auf EUR 1 Mio. (EUR 3 Mio.) reduziert worden.
Angesichts des rezessiven Umfelds würden die Prognosen für 2009 und 2010 gesenkt. Für 2009 werde mit dem Verkauf von 430 Häusern (450) gerechnet. Vor dem Hintergrund des Auftragsbestandes von EUR 54 Mio. und einer durchschnittlichen Auftragsdurchlaufzeit von 10,8 Monaten sollte ein Umsatz von EUR 60 Mio. erreicht werden. Durch den höheren Umsatz in Kombination mit weiteren Kostensenkungen sei ein positives Nettoergebnis in 2009 realistisch.
Gerrit Janssen werde ab dem 01.07.2009 Finanzvorstand bei Helma Eigenheimbau. Herr Janssen wechsle von der Unternehmensberatung UBJ und sei in den letzten zwei Jahren bei UBJ für HELMA beratend tätig gewesen. Familie Maerzke habe ihren Anteilsbesitz um 4,3% auf insgesamt 73,8% erhöht. Im Q1 2009 dürfte Helma Eigenheimbau rd. 100 Häuser veräußert haben (VJ 86). Die herausragende Positionierung bei Energiesparhäusern, der leistungsfähige Vertrieb, welcher durch die Schwierigkeiten bei Wettbewerbern wie z.B. Kampa qualitativ gestärkt werde und die preisgünstige Individualisierung der Eigenheime in Massivbauweise seien die Basis für das Wachstum.
Die Analysten von SES Research bekräftigen die Kaufempfehlung für die Aktien von Helma Eigenheimbau. Nach der Prognosesenkung führe das DCF-Modell zu einem Kursziel von EUR 5 (alt: 6). (Analyse vom 27.03.2009) (27.03.2009/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 27.03.2009