Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Oliver Caspari, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Vorzugsaktie von Henkel (ISIN DE0006048432/ WKN 604843) unverändert mit "halten" ein.
Nach der Veröffentlichung erster Eckdaten Anfang April habe der Zwischenbericht zum ersten Quartal keine größeren Überraschungen geboten. Wie berichtet sei der Umsatz organisch um rund 7% auf 3,26 Mrd. EUR zurückgegangen. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) sei vor allem aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung bei Industrieklebstoffen um knapp ein Drittel auf 218 Mio. EUR gesunken. Unter dem Strich habe Henkel einen Überschuss von 117 Mio. EUR erzielt, der im Rahmen der Erwartungen gelegen habe. Die Nettoverschuldung sei gegenüber dem Jahresende 2008 um 10,1% auf 4,272 Mrd. EUR gestiegen.
Nach Ansicht von Vorstandschef Kasper Rorsted werde sich das organische Umsatzwachstum des Konzerns auch 2009 besser entwickeln als die relevanten Märkte. Die Verbesserung der Kostenstrukturen sowie die Synergien aus der Integration der National Starch-Geschäfte sollten die "Entwicklung des betrieblichen Ergebnisses stützen". Vor dem Hintergrund der angespannten Konjunkturlage in zahlreichen Kernabnehmerindustrien des Konzerns hätten die Analysten ihre Gewinnschätzungen für 2009 und 2010 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gesenkt. Positiv werte man, dass die eingeleiteten Gegenmaßnahmen auf der Kostenseite zu greifen beginnen würden.
Im Rahmen ihres DCF-Modells ermitteln die Analysten vom Bankhaus Lampe für Henkel einen Fair Value in Höhe von 25,00 EUR je Vorzugsaktie und stufen sie weiterhin mit "halten" ein. Das gegenüber ihrer letzten Analyse von 21,00 EUR auf 25,00 EUR erhöhte Kursziel spiegele vor allem die reduzierten Risikoparameter in ihrem DCF-Modell wider. (Analyse vom 20.05.2009) (20.05.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 20.05.2009