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Der Konzernumsatz sei um 2,3% gegenüber Vorjahr auf 3.162 Mio. EUR zurückgegangen, bedingt vor allem durch negative Währungseffekte (4 Prozentpunkte). Davon seien vor allem die Wasch-/Reinigungsmittel betroffen gewesen, die auf operativer Ebene auch unter den gestiegenen Rohstoffkosten zu leiden gehabt hätten. Der Bereich Kosmetik/Körperpflege habe hingegen von der starken Nachfrage in Osteuropa und Asien/Pazifik profitiert. Die Adhesives Technologies-Umsätze hätten aufgrund von Desinvestitionen abgenommen, Sparmaßnahmen und die Konzentration auf ertragsstarke Produkte hätten jedoch den operativen Beitrag gerettet.
Die Konzern-Bruttomarge sei per Saldo mit 10% auf Vorjahresniveau gehalten worden. Der Gewinn sei dank gesunkenen Zinsaufwendungen und Steuerquote auf 219 Mio. EUR (205 Mio. EUR im VJ) gestiegen. Die Umsatzerwartung 2008 sei bestätigt worden (organisch +3 bis 4%), das Nettoergebnis-Ziel etwas nach unten geschraubt (jetzt im mittleren einstelligen Prozentbereich).
Aufgrund der starken Marktposition sei im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel in 2008 vor allem in Osteuropa, Asien und Lateinamerika mit einer Fortsetzung der positiven Erlösentwicklung zu rechnen. Die fortgesetzte Dynamik in den aufstrebenden Ländern sollte auch die Nachfrage industrieller Kunden (Automobil-, Elektronik-, Verpackungs-, Metall- und Bauindustrie) weiter beflügeln. Die hohe Innovationsrate stelle allgemein eine gute Basis zur Nutzung von Preisgestaltungsspielräumen dar.
Den steigenden Rohstoffpreisen werde mit einem (bisher offensichtlich erfolgreichen) Restrukturierungsprogramm begegnet. Die kurzfristig anvisierten Preisanhebungen sollten die gestiegenen Inputkosten mehr als ausgleichen.
Die negativen Währungseffekte sollten, zusammen mit der weltweiten Abkühlung der Wirtschaft, auf der Umsatzseite auch weiterhin zu Buche schlagen. Zur Finanzierung der zwei Sparten von National Starch für rund 2,7 Mrd. GBP (ca. 3,7 Mrd. EUR) plane Henkel bis zu 2,5 Mrd. EUR Fremdkapital in Form einer Unternehmensanleihe und Bankverbindlichkeiten aufzunehmen. Eine Kapitalerhöhung oder der Verkauf von Beteiligungen käme zusätzlich hinzu. Die Profitabilität könnte zunächst davon gedrückt werden.
Die Analysten der SEB senken ihr Kursziel für die Henkel-Aktie von 35 EUR auf 32 EUR, bedingt durch den vorsichtigeren Ausblick der Gesellschaft, und stufen sie mit "hold" ein. (Analyse vom 08.05.2008) (08.05.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 08.05.2008
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