13.06.2007 09:24
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ING Groep buy (SEB)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie der ING Groep (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) mit "buy" ein.

Der Konzern habe am 16.05.2007 seine Zahlen für das erste Quartal 2007 veröffentlicht, die wie folgt ausgefallen seien: Operatives Ergebnis vor Steuern: -1,1% auf 2,46 Mrd. Euro, im Versicherungssektor: -10,7% auf 1,08 Mrd. Euro, im Bankbereich: +20,6% auf 1,38 Mrd. Euro; Nettoergebnis -3,2% auf 1,89 Mrd. Euro. Die Daten hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen.

Es sei zu einer Ankündigung eines Kostensparprogramms im Bereich der heimischen Bank-Aktivitäten gekommen: Die Brands der ING Groep und der immer noch "eigenständigen" niederländischen Postbank würden zusammengelegt.

Am 18.04.2007 habe die ING Groep mit "Wholesale Banking" ein neues Geschäftsfeld begründet. Es umfasse Structured Fin., Leasing & Factoring, General Lending & Payments, Cash Man-agement, Real Estate und Financial Markets. Am 04.06.2007 sei der Start des neuen Aktienrückkaufprogramms erfolgt. Am 08.06.2007 habe man die Erlaubnis zum Aufbau eines LV-Geschäfts in Russland erhalten, das in Q3 starten solle. Dies ergänze die bereits dort bestehenden Aktivitäten in den Bereichen Banking und Altersvorsorgeprodukte.

Auch wenn das Kerngeschäft in Q! operativ geschwächelt habe, so sei der Allfinanzkonzern dennoch auf dem richtigen Weg. Die anhaltenden Diversifizierungsbemühungen in ausgewählte Emerging Markets dürften sich mittelfristig auszahlen.

Die ING Groep verfüge über drei Wachstumstreiber: (1) Gute Positionierung in wachstumsstarken Regionen (z.B. Asien-Pazifik), wo der Bedarf an Lebens-Versicherungen hoch sei. (2) Anhaltend hohe Nachfrage nach Altersvorsorge-Dienstleistungen in allen fokussierten Märkten. (3) ING Direct: Hier wolle man nun in Japan Fuß fassen.

Bei dem Finanzkonzern stehe organisches Wachstum prinzipiell im Vordergrund. (Kleinere) Akquisitionen durch den Ausbau von Vertriebsstrukturen vor allem in Emerging Markets seien stets denkbar. Zudem betreibe das Unternehmen eine breit aufgestellte Bankassurance-Strategie. Des Weiteren sei die Kapitalverwendung effizient und es gebe ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 5 Mrd. Euro (umfasse 6,8% des Kapitals, bis Juni 2008).

Dagegen habe die ING Groep in Q1 Ergebniseinbußen, vornehmlich infolge einer flachen Zinsstruktur (v.a. im Bankgeschäft), hinnehmen müssen und es sei zu ungünstigen Währungseinflüssen gekommen (ING sei einer der führenden US-Lebensversicherer). Zudem habe ING Direct zuletzt mit einem geringeren Wachstum aufgewartet. Auch das heimische LV-Geschäft habe zuletzt eine schwächere Performance geliefert. Das Kosteneinsparungsprogramm komme jetzt erst und damit relativ spät. Ferner sei es zu einem Reservedefizit im LV-Bereich in Taiwan gekommen.

Die ING Groep-Aktie bleibe aufgrund der ausgezeichneten Positionierungen in den Wachstumsfeldern weiter interessant.

Die Analysten der SEB bewerten die ING Groep-Aktie mit "buy" und sehen das Kursziel bei 40 Euro. (Analyse vom 12.06.2007) (12.06.2007/ac/a/a) Analyse-Datum: 12.06.2007

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