Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" bleiben bei der Aktie von InVision Software (ISIN DE0005859698/ WKN 585969) weiter investiert.
Vieles erinnere bei der InVision Software AG an das Vorjahr, als die Aktie nach Projektverschiebungen unter Druck geraten sei. Wie 2007 sei auch diesmal die Entwicklung in Q1 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Felix Ellmann von SES Research habe für das "Top-Investment der Woche" der Experten vom 14. Dezember (Empf.-Kurs 22,75 Euro) deshalb das Kursziel von 33 auf 30 Euro gesenkt, habe allerdings seine Kaufempfehlung bestätigt.
Die Aktie der InVision Software sei nach der Empfehlung der Experten im Februar sogar bis auf 16,25 Euro gefallen, habe sich danach aber wieder kräftig erholt und im Mai zwischenzeitlich bei 25 Euro notiert, immer noch deutlich entfernt vom Ausgabepreis im Sommer letzten Jahres (32,50 Euro).
Nun hätten die Zahlen für das erste Quartal deutlich unter den Erwartungen gelegen. Gründe für das Unterschreiten der Prognosen seien neben sehr hohen Personalkosten vor allem fehlende Lizenzerlöse gewesen. Es seien keine Großprojekte abgerechnet worden, sondern vornehmlich Umsätze mit Bestandskunden sowie kleinen und mittleren Neukunden erzielt. Der fehlende Umsatz habe sich überproportional negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.
Entscheidend sei, wie sich die Lizenzerlöse im weiteren Jahresverlauf entwickeln würden, erkläre Felix Ellmann von SES Research. Dabei sei zu beachten, dass die Lizenzerlöse größtenteils durch einige wenige Großprojekte erzielt würden. Diese hätten in Q1 gefehlt und würden vorwiegend für das zweite Halbjahr erwartet. "Im vergangenen Geschäftsjahr war eine ähnliche Verteilung zu sehen", so der Analyst.
Das Unternehmen habe eine gute Vertriebspipeline vermeldet. Auf dieser Basis sei am Ausblick festgehalten worden. Der Umsatz solle danach im laufenden Jahr um ca. 35 bis 45% auf rund 21,5 bis 23 Mio. Euro ansteigen. Das EBIT werde zwischen 4,3 und 4,7 Mio. Euro erwartet. Dies sei aber, so Ellmann, nur bei hohen Lizenzerlösen aus Großprojekten im laufenden Jahr möglich.
Ellmann halte seine bisherigen Prognosen theoretisch weiter für erreichbar, wenngleich sie aus heutiger Sicht ambitioniert erscheinen würden, deshalb habe er eine Anpassung vorgenommen.
Neben der Hauptversammlung am 20. Juni und dem Q2-Bericht Ende August sollten vor allem Projekt-Veröffentlichungen einen wichtigen Aspekt des Newsflows darstellen. "Anzahl und Größe bekannt gegebener Neuprojekte sind bei InVision ein guter Indikator für die Qualität der jeweiligen Quartalszahlen", erkläre Ellmann, der unverändert bei seiner "kaufen"-Empfehlung bleibe, das Kursziel allerdings auf 30 Euro gesenkt habe.
Die derzeitige Bewertung der Aktie reflektiere aus seiner Sicht die Unsicherheiten und die hohe Volatilität der Quartalsergebnisse. Das KGV für das laufende Jahr sei, bereinigt um die erheblichen liquiden Mittel von 6,70 Euro je Aktie, nur knapp zweistellig. Dies sollte sich erhöhen, sobald sich Quartalsergebnisse und Visibilität wieder verbessern würden.
Die Experten von "ExtraChancen" bleiben bei ihrem "Top-Investment der Woche" vom 14. Dezember, der InVision Software-Aktie, weiter investiert und setzen darauf, dass schon bald ein weiterer Anlauf auf den Widerstandsbereich um 25 Euro genommen wird. (Analyse vom 03.06.2008) (04.06.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 04.06.2008