09.05.2008 13:24
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Industriemetalle nachgegeben (Commerzbank Corp. & Markets)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Industriemetalle gaben gestern gegen den Trend der übrigen Rohstoffe nach, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Kupfer habe sich nach der Beilegung der Streiks in Chile weiter auf 8.300 USD je Tonne verbilligt. Der Druck dürfte heute anhalten, weil die Lagerbestände an der LME deutlich um 10% gegenüber dem Vortag gestiegen seien. Dies sei der stärkste Anstieg seit 2 Jahren gewesen. Nach Erachten der Analysten von Commerzbank Corporates & Markets könnte dies der Anfang einer Trendwende bei den LME-Lagerbeständen sein. Ein Aufbau der Vorräte könnte die von ihnen schon seit Langem erwartete Korrektur bei den Kupferpreisen unterstützen. Allerdings sei zu beachten, dass ein für nächste Woche angekündigter Streik in Peru den Kupferpreis kurzfristig nochmals stützen könnte.

Nickel habe sich weiter deutlich verbilligt und verliere damit innerhalb von zwei Tagen knapp 2.000 USD. Gestern hätten die Nachrichten belastet, dass Mincor Ressources NL, Australiens viertgrößter Nickelproduzent, ab Juli die Arbeiten in zwei neuen Minen aufnehmen werde, während gleichzeitig Shanxi, Chinas größter Produzent für Legierungen, ankündige, weniger Produkte mit Nickelgehalt herzustellen, weil die Lager gut gefüllt wären. Die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets weisen schon länger darauf hin, dass die Ausweitung des Angebots am Nickelmarkt den Nachfragezuwachs übersteigen dürfte und sehen von daher weiteres Korrekturpotenzial bis 25.000 USD je Tonne. (09.05.2008/ac/a/m) Marktbericht-Datum: 09.05.2008

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