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Infineon habe kürzlich die nächsten Schritte des aktuellen Konzernumbaus erläutert. Die zwei Hauptgeschäftsbereiche AIM und COM würden aufgeteilt; daraus sollten wieder, wie bis zum Jahr 2001, fünf Sparten (Automobil, Industrieelektronik, Sicherheit, Wireline und Wireless) entstehen. Gleichzeitig wolle man die Kostenstruktur um einen dreistelligen Mio. EUR-Betrag verringern, allerdings ohne Werksverlagerungen ins Ausland vorzunehmen.
Die Entscheidung bezüglich Qimonda solle bis spätestens Februar 2009 (anlässlich der nächsten Hauptversammlung) fallen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass bis dahin eine weitere Abschreibung auf den Beteiligungswert notwendig sein werde, und würden diese auf zunächst rund 500 Mio. EUR schätzen. Das EK je Aktie würde anschließend bei etwa 4,50 EUR liegen, d.h. in dem aktuellen Kurs werde lediglich der EK-Wert nach Qimonda-Abschreibung eingepreist. Spätestens bei der Bekanntgabe der Q3-Zahlen sollten jedoch auch die (wenn auch geringen) Wachstumsaussichten des Stammgeschäftes im Vordergrund stehen.
Nach der Qimonda-Ausgliederung könne Infineon nunmehr beweisen, dass die Halbleiter-Produktion nachhaltige Erträge generieren könne. Die "sauberen" Bücher würden die Attraktivität der Gesellschaft als Übernahmekandidat steigern. Gerüchte könnten zeitweise beflügeln. Der mögliche Einstieg des Finanzinvestors KKR samt Chiptochter NXP dürfte für "geordnetere" Verhältnisse sowie für etwas mehr Stabilität sorgen und wäre zumindest von dieser Seite zu begrüßen.
Die Abhängigkeit vom schwachen US-Dollar bleibe. Infineon gehe von einer Stagnation der Sparte Kommunikationslösungen im laufenden Quartal aus. Auch die operative Seite des Konzerns werde voraussichtlich unter Produktanpassungen zu leiden haben. Das EBIT für das laufende Quartal werde ebenfalls geringer erwartet. Die Qimonda-Belastungen auf der Ertragsseite würden weiterhin überwiegen. Hinzu komme eine mögliche weitere Abschreibung auf den Beteiligungswert. Die Bewertung bleibe selbst nach der erfolgten Kurskorrektur sehr ambitioniert (EV/Umsatz 2008/09e: 0,51x). Die Trennungsstrategie von Qimonda und vor allem der Zeitpunkt würden weiterhin offen bleiben und für Unsicherheit sorgen. Diese habe auch der CEO-Wechsel nicht aus dem Weg räumen können. Die "ewige Baustelle" Infineon müsse das Investorenvertrauen erst zurückgewinnen.
Spätestens bei der Bekanntgabe der Q3-Zahlen sollten das Stammgeschäft sowie die Details zu den Sparmaßnahmen im Vordergrund stehen und dem Kurs etwas Auftrieb geben. Das Ziel von 5,50 EUR bleibe weiterhin unverändert.
Die Analysten der SEB stufen die Infineon-Aktie mit dem Rating "buy" ein. (Analyse vom 03.07.2008) (03.07.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 03.07.2008
| 14.10.2008 | Infineon buy | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 14.10.2008 | Infineon overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 14.10.2008 | Infineon kaufen | Independent Research GmbH | |
| 14.10.2008 | Infineon kaufen | SES Research GmbH | |
| 14.10.2008 | Infineon Downgrade | Deutsche Bank AG |
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