Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" raten, mit einem Einstieg in die Infineon-Aktie (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) abzuwarten.
Das Papier des Chipherstellers sei der Underperformer der vergangenen Jahre im DAX gewesen. Vor allem die Tochter Qimonda, an der Infineon noch 77% halte, sei das Sorgenkind des Konzerns. So habe Qimonda im ersten Quartal 2007/08 bei Umsätzen von 513 Mio. Euro einen Verlust von 590 Mio. Euro ausgewiesen. Ein nochmaliger Preissturz der DRAM-Preise im Dezember um 40% sei primär dafür verantwortlich gewesen.
Infineon werde am 07. Februar seine Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentieren. Die Experten würden aber mit einem entsprechend schwachen Ergebnis rechnen. Außerdem drohe Infineon erhöhter Abschreibungsbedarf, da Qimonda zu weit höheren Kursen in der Bilanz stehen dürfte. Insofern dürfte es vorerst schwierig werden, sich von weiteren Qimonda-Anteilen zu trennen.
Solange die Probleme bei Qimonda anhalten, ist trotz des starken Kursrückgangs von einem Neueinstieg in die Infineon-Aktie Abstand zu nehmen, so die Experten von "Der Aktionär". Investierte Anleger sollten ihre Positionen mit einem Stopp knapp unterhalb des Rekordtiefs bei 5,41 Euro absichern. (Ausgabe 06) (30.01.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 30.01.2008