Hannover (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Nord LB, Marcus Rattun, stuft die Infineon-Aktie (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) von "halten" auf "verkaufen" zurück.
Das Unternehmen habe seine Zahlen für das erste Quartal 2007/08 publiziert. Seien die Erlöse ohne Qimonda um 3% auf 1,09 Mrd. Euro zurückgegangen, sei nach der Konsolidierung sogar ein Minus von 13% auf 1,60 Mrd. Euro angefallen. Ohne Qimonda wäre beim EBIT ein Plus auf 65 Mio. Euro erzielt worden, unter Berücksichtigung der Tochter sei jedoch ein operativer Verlust von 368 Mio. Euro ausgewiesen worden.
Die Geschäftsführung von Infineon erwarte für das neu angelaufene Geschäftsjahr (ohne Qimonda) einen Anstieg der Erlöse im hohen einstelligen Prozentbereich und ein positives EBIT (ohne Berücksichtigung von Sondereffekten). Sei für den Bereich Kommunikationslösungen bisher der Turanround erwartet worden, gehe man nun bei Umsatzsteigerungen von 25% bis 30% von einer negativen EBIT-Marge im niedrigen bis mittleren Prozentbereich aus.
Bei Infineon entwickle sich die Tochter Qimonda mehr und mehr zum Problemkind. Die Guidance gebe zudem wenig Hoffnung auf eine mittelfristige Trendwende des Infineon-Papiers. Daneben könnte der Titel im September aus dem DAX absteigen.
Die Analysten der Nord LB raten zum Verkauf der Infineon-Aktie. (Analyse vom 08.02.2008) (08.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 08.02.2008