Wien (aktiencheck.de AG) - Leopold Salcher und Christian Hinterwallner, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Intel (ISIN US4581401001/ WKN 855681) von "kaufen" auf "halten" herab.
Der weltgrößte Halbleiterkonzern habe seinen Umsatz um 28,2% auf USD 14,23 Mrd. (Konsensus: USD 13,87 Mrd.) gesteigert und von einer sehr dynamischen Nachfrage für Notebooks (zweistelliges Stückwachstum) insbesondere in den Emerging Markets und dem weiter anhaltenden Momentum bei Datenzentren profitiert. Der Nettogewinn habe sich etwas unterproportional um 17,4% auf USD 3,47 Mrd. erhöht. Der Gewinn je Aktie habe mit USD 0,65 dennoch deutlich über dem Analystenkonsensus von USD 0,61 gelegen.
Intel erwarte für das laufende vierte Quartal einen Umsatz von rund USD 14,7 Mrd. bei einer Bruttomarge von 65%, die aktuellen Markterwartungen lägen bei USD 14,22 Mrd. bzw. bei 64,4%.
Auch wenn Intel bislang keine wirklich konkurrenzfähigen Lösungen für Smartphones und Tablets anbieten könne (derzeit sei kein einziges Smartphone und Tablet am Markt mit Intel-Prozessoren bestückt), so profitiere das Unternehmen laut Management trotzdem von der raschen Verbreitung dieser Geräte, da diese sehr datenintensiv seien und daher relativ hohe Investitionen in Server erfordere (ein Server pro 600 Smartphones bzw. pro 122 Tablets).
Der UK-Konkurrent ARM (ISIN GB0000595859/ WKN 913698) (dominant bei Smartphones und Tablets) wolle in den lukrativen Server- und PC-Markt vordringen. Erst kürzlich habe Hewlett-Packard (ISIN US4282361033/ WKN 851301) verlautbart, dass sie bei Servern zukünftig auf ARM-Technologie zurückgreifen würden. Die operative Marge habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von 37,3% auf 33,6% verringert, auch die Bruttomarge habe sich um 2,6 Prozentpunkte auf 63,4% reduziert.
Der weltweit größte Chiphersteller Intel habe im dritten Quartal 2011 mit soliden Zahlen aufwarten können. Auch wenn Intel die Schwäche des "Mini-Rivalen" AMD (ISIN US0079031078/ WKN 863186) weiter in die Hände spiele, so würden die Analysten in ARM mittel- bis langfristig einen sehr starken Rivalen herannahen sehen.
Nach der jüngst sehr guten Kursentwicklung reduzieren die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihr Rating für die Intel-Aktie von "kaufen" auf "halten". (Analyse vom 04.11.2011) (07.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.