22.07.2008 08:59
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Intel kaufen (Raiffeisen Centrobank AG)

Wien (aktiencheck.de AG) - Leopold Salcher und Christian Hinterwallner, Analysten der Raiffeisen Centrobank, empfehlen die Aktie von Intel (ISIN US4581401001/ WKN 855681) nach wie vor zu kaufen.

Die Intel Corporation sei der weltweit größte Halbleiterhersteller. Das Unternehmen sei vor allem für die Produktion jener Mikroprozessoren (CPUs) bekannt, die das Herzstück der meisten Computer darstellen würden. Intel habe in den letzten Jahren seine Produktpalette über die PC-Chips hinaus auch auf Kommunikationschips ausgeweitet. Mit einem Anteil von rund drei Prozent sei Intel das neuntgrößte Unternehmen im NASDAQ 100-Index.

Die Unternehmen der Halbleiterindustrie würden derzeit mit matten Nachfrage- und Wachstumsziffern kämpfen. Der Abbau vorhandener Überkapazitäten und eine Entspannung auf der Preisfront würden noch auf sich warten lassen.

Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 9,1% auf USD 9,47 Mrd. angestiegen und habe damit um 1,6% über den Analystenerwartungen gelegen. Der Nettogewinn sei um 25,3% von USD 1,28 Mrd. auf USD 1,60 Mrd. oder von USD 0,22 auf USD 0,28 je Aktie geschnellt. Auch beim Nettoergebnis habe Intel die Markterwartungen (USD 1,52 Mrd.) übertreffen können. Die Bruttomarge sei gegenüber dem Vorquartal von 53,8% auf 55,4% gestiegen und unterstreiche einmal mehr den Erfolg von Intel bei der Steigerung seiner konzernweiten Effizienz.

Die starke Nachfragesituation bei Notebooks habe zur Folge, dass dieses Segment bereits über 50% aller Prozessor-Umsätze ausmache. Intel habe im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms 109 Mio. Aktien für rund USD 2,5 Mrd. erworben. Das Unternehmen erwarte stark steigende Umsätze für seinen erst kürzlich präsentierten Atom-Prozessor.

Für das dritte Quartal 2008 erwarte Intel einen Umsatz in der Spanne von USD 10,0 Mrd. bis USD 10,6 Mrd. Der Analystenkonsens habe zuletzt bei USD 10,0 Mrd. gelegen. Die Bruttogewinnmarge erwarte der Chiphersteller bei rund 58% und für das Gesamtjahr 2008 unverändert bei etwa 57%. Die PC-Nachfrage in China sollte sich im 2. Halbjahr 2008 deutlich abkühlen.

Die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal hätten sowohl hinsichtlich des Umsatzes als auch der Erträge über den Analystenschätzungen gelegen. Intel habe von einer starken Nachfrage bei Laptops, insbesondere im Niedrigpreissegment, profitiert.

Angesichts der erfolgreich bewiesenen Krisenresistenz und der insgesamt guten Margenentwicklung im abgelaufenen Quartal, welche sich in den nächsten Quartalen durchaus noch leicht verbessern sollte, bestätigen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Kaufeinschätzung für die Aktie von Intel. (Analyse vom 16.07.2008) (16.07.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 16.07.2008

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