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Intesa Sanpaolo kaufen (Hauck & Aufhäuser)
Mit Blick auf das hohe Synergiepotenzial sollten die Italiener auch in den kommenden Jahren eine vergleichsweise stabile Gewinnentwicklung aufweisen, zumal die Restrukturierungskosten bereits größtenteils in den Jahren 2006 (562 Mio. Euro) und 2007 (607 Mio. Euro) verbucht worden seien. Die angesetzten Synergien würden den Analysten konservativ erscheinen. Die geplanten Kosteneinsparungen würden rund 11% der gemeinsamen Kostenbasis entsprechen und sollten mit Blick auf zahlreiche Überlappungen leicht erreichbar sein. Die Ertragssynergien seien mit 2% der gemeinsamen Ertragsbasis ebenfalls vorsichtig angesetzt.
Ferner überzeuge das risikoarme Geschäftsmodell der Italiener. Der hohe Anteil des Filialgeschäfts spreche auch in den kommenden Jahren für leicht prognostizierbare Ergebniszahlen. Angesichts des geringen Ergebnisanteils der Kapitalmarktsparte am Gesamtresultat (2007 rund 16%) sollte die Bank eine geringere Gewinnvolatilität als vergleichbare Konkurrenten aufweisen. Ferner würden sich wohl etwaige Belastungen im Zusammenhang mit der Kreditkrise angesichts geringer Engagements in Grenzen halten. So seien die Subprime-Investitionen vollständig abgesichert (Nettoposition: -49 Mio. Euro). Das Engagement in Alt-A-Positionen belaufe sich auf rund 572 Mio. Euro, die CDO-Investments würden sich auf 2,2 Mrd. Euro belaufen.
Positiv sähen die Analysten auch den italienischen Bankenmarkt. Vor dem Hintergrund des niedrigen Sättigungsgrades dürfte diese Region auch künftig ordentliche Zuwächse aufweisen. Überhitzungstendenzen wie in anderen Märkten (Spanien, UK) seien hier nicht zu erkennen. Insbesondere der Verschuldungsgrad der Privatkunden sei im europäischen Vergleich sehr niedrig.
Potenzial biete auch das unterdurchschnittlich ausgenutzte Cross-Selling-Potenzial in Italien. Während in Frankreich im Durchschnitt jedem Kunden mehr als drei Produkte verkauft würden und in den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien zumindest über zwei Produkte, würden dem italienischen Kunden lediglich genau zwei Bankdienstleistungen verkauft.
Als Wachstumsmotor sollte weiterhin Osteuropa dienen. Das extrem hohe Nachholpotenzial dürfte auch in den kommenden Jahren für überproportionale Gewinnsteigerungsraten sorgen, so dass der Ergebnisbeitrag der Region zum Gesamtergebnis sukzessive zunehmen werde. Beschleunigt werde das bereits hohe Wachstum durch selektive Zukäufe. Durch den Kauf der Pravex-Bank in der Ukraine würden die Italiener Zugriff auf zusätzlich 1,2 Mio. Kunden, die in 560 Filialen bedient würden, erhalten. Die geplante Öffnung weiterer Zweigstellen in den Wachstumsregionen erhöhe die Dynamik ebenfalls.
Für den Titel würden außerdem die üppigen Dividendenausschüttungen sprechen. Die Turiner würden Sonderausschüttungen in Aussicht stellen, falls die Kernkapitalquote über 6,0% liegen sollte. Mit einer Dividendenrendite 2009e von 6,3% liege die Aktie spürbar über dem europäischen Branchendurchschnitt von 5,6%.
In Anbetracht der aus heutiger Sicht stetigen Gewinnentwicklung würden die Analysten die Aktie für attraktiv bewertet halten.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Intesa Sanpaolo-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 5,60 Euro auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 30.04.2008) (30.04.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 30.04.2008
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