Die Analysten von Prudential Financial bewerten das Wertpapier von J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) mit "underweight".
J.P. Morgan Chase habe heute Abend bekannt gegeben, dass es die Sammelklage aus dem Fall Enron beigelegt habe. Die Parteien hätten sich auf die Zahlung einer Summe von 2,2 Mrd. USD geeinigt. Die Summe werde sich in einer Vorsteuerbelastung von 2 Mrd. USD auf das Ergebnis des zweiten Quartals 2005 auswirken. Mithin werde sie sich mit 0,36 USD auf das EPS des zweiten Quartals niederschlagen.
Nach Ansicht der Analysten von Prudential Financial sei das Ergebnis eher negativ für das Unternehmen. Es bleibe zwar herauszustellen, dass die Belastung aus dem Fall Enron wohl vorläufig die letzte große Belastung aus juristischen Problemen sei, dennoch sei die Zahlung einer Strafe in einer Größenordnung von 2 Mrd. USD für das Unternehmen nicht sehr leicht zu verdauen. Andere Unternehmen hätten Probleme aus dem Enron-Skandal günstiger beilegen können. Derweil liege die EPS-Prognose der Analysten für das Finanzjahr 2005 bei 2,90 USD. Die EPS-Prognose für das Finanzjahr 2006 betrage 3,35 USD. Das Kursziel liege bei 33,00 USD.
Daher stufen die Wertpapierspezialisten von Prudential Financial die Aktie von J.P. Morgan Chase mit "underweight" ein.
Analyse-Datum: 15.06.2005