13.05.2008 17:35
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Japanischer Yen konnte geringfügig zulegen (Erste Bank AG)

Wien (aktiencheck.de AG) - Der Japanische Yen konnte während der letzen Woche geringfügig sowohl gegenüber dem Euro als auch dem US-Dollar zulegen, so die Analysten der Erste Bank.

Gegenüber dem Euro bedeute dies eine Fortsetzung der Gewinne, seit Mitte April. Der Yen sei aber noch einiges von seinen Höchstständen gegenüber dem Euro vom März dieses Jahres entfernt. Schlussendlich sollten diese Niveaus aber wieder erreicht und sogar übertroffen werden. Der anhaltend verhaltene Risikoappetit an den Kapitalmärkten, eine Eintrübung des Konjunkturausblicks für Euroland zusammen mit der langfristig gesehen sehr hohen Bewertung des Euro würden für Gewinne des Yen gegenüber der Gemeinschaftswährung sprechen.

Für Japan hätten die jüngsten Daten Auswirkungen des US-Abschwungs gezeigt. Die Industrieproduktion und die Exporte hätten sich verlangsamt und damit sei eine Eintrübung der Stimmung unter den Unternehmen einhergegangen. Die Indikatoren von der Konsumnachfrage seien gemischt gewesen, während die Arbeitsmarktdaten eine anhaltend positive Entwicklung gezeigt hätten. Die schwächere US-Nachfrage werde natürlich nicht spurlos an der japanischen Konjunktur vorübergehen, gleichzeitig gebe es eine Reihe von Faktoren, die kompensierend wirken sollten. Neben den bereits erwähnten positiven Entwicklungen am japanischen Arbeitsmarkt gehöre dazu auch die geringere Abhängigkeit Japans von den Exporten in die USA.

Während der letzten Jahre habe sich die relative Bedeutung Chinas massiv erhöht. China könnte zwar auch die langsamere US-Konjunktur spüren, aber mit einer starken Inlandsnachfrage im Rücken sollte die Wachstumsverlangsamung moderat ausfallen. Die Analysten der Erste Bank würden glauben, dass das zweite Quartal die schwierigste Periode für die japanische Wirtschaft sei, und sie würden eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte erwarten. Die Bank of Japan werde nicht einmal kurzfristig die Zinsen senken, sondern vorerst nicht einschreiten. Erst gegen Ende des Jahres würden die Analysten eine Zinsanhebung erwarten, umso mehr, da zuletzt etwas Bewegung in die japanische Inflationsrate gekommen sei. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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