Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" halten die Jerini-Aktie (ISIN DE0006787476/ WKN 678747) - selbst am unteren Rand der Preisspanne von 3,20 bis 3,60 Euro - für zu teuer.
Mit dem Biotech-Unternehmen Jerini wage ein weiteres Unternehmen den Gang an die Börse. Es würden 15,5 Mio. Aktien, zuzüglich einer Mehrzuteilungsoption von weiteren rund 2,3 Mio. Papieren, ausgegeben.
Das Unternehmen wolle den Emissionserlös fast vollständig für Forschung, Entwicklung und die Einlizenzierung neuer Produktkandidaten verwenden.
Die Gesellschaft dürfte mit ca. 180 Mio. Euro bewertet sein, was sicherlich nicht günstig sei. Denn es sei anzumerken, dass Jerini mit Icatibant im Moment nur über ein viel versprechendes Präparat verfüge und vermutlich erst in 2009 die Gewinnzone erreichen werde. Zum Vergleich: MediGene habe schon ein Mittel auf dem Markt und das nächste Produkt solle in kürze auf dem Markt eingeführt werden und die Börsenbewertung liege bei nur 135 Mio. Euro.
Für Icatibant solle 2007 die Marktzulassung erzielt werden. Die Analysten der Deutschen Bank würden das Marktpotenzial des Produkts auf ca. 220 Mio. Euro p.a. schätzen.
Anleger, die beim Börsengang nicht zum Zuge gekommen seien, sollten nicht enttäuscht sein.
Vermutlich wird zu einem späteren Zeitpunkt der Einstieg in die Jerini-Aktie zu besseren Konditionen möglich sein, so die Experten von "Der Aktionär".
Analyse-Datum: 02.11.2005