Zürich (aktiencheck.de AG) - Pascal Spano, Analyst der Credit Suisse, stuft die Aktie von K+S (ISIN DE0007162000/ WKN 716200) unverändert mit "neutral" ein und bestätigt das Kursziel von 37 EUR.
K+S habe die Annahmen zur weltweiten Kaliproduktion deutlich reduziert. In 2010 werde nur noch eine Produktion von 50 Mio. Tonnen erwartet, während es bislang noch 60 Mio. Tonnen gewesen seien. Das Management rechne nicht mehr länger mit einer raschen Nachfrageerholung. Auch die Preise würden unter Druck bleiben. Kapazitätsauslastungen im kommenden Jahr von 75% würden eine Preiserholung zu einem sehr schwierigen Unterfangen machen.
Die pessimistischen Aussagen von K+S würden in scharfem Kontrast zu den Kommentaren von BPC stehen, der russischen Kaliexportorganisation. BPC habe einen substanziellen Anstieg der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2009 in Aussicht gestellt und eine vollständige Erholung in 2010. Die unterschiedlichen Standpunkte würden aber Sinn ergeben wenn man den Umstand berücksichtige, dass BPC derzeit in Preisverhandlungen mit China und Indien stehe. Negative Aussagen zur Nachfragesituation seien dabei nicht hilfreich. K+S könnte dagegen Kurzarbeit einführen müssen. Eine Verteidigung der EBIT-Marge aus dem letzten Jahr von 28% werde zur Herausforderung.
Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten der Credit Suisse die Aktie von K+S weiterhin mit dem Votum "neutral". (Analyse vom 24.06.09)
(24.06.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 24.06.2009