Zürich (aktiencheck.de AG) - Andrew Snowdowne und Olof Cederholm, Analysten der UBS, stufen die Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) von "neutral" auf "sell" zurück.
Im Rahmen einer Branchenstudie zum europäischen Stahlsektor, dessen Einschätzung auf "underweight" gesenkt worden sei, werde darauf hingewiesen, dass die Preisrückgänge in der letzten Woche das zuletzt skizzierte Negativ-Szenario wahrscheinlicher gemacht habe. Die Preise würden schneller zurückgehen als bislang angenommen. Eine Überarbeitung der Gewinnerwartungen werde somit notwendig.
Die Lagerbestände seien zwar noch nicht hoch. Zusammen mit den weiterhin hohen Rohstoffpreisen werde das Stahlpreisniveau auch Unterstützung haben.
Die Telefonkonferenzen von Klöckner & Co, Salzgitter und ThyssenKrupp hätten aber Signale im Hinblick auf einen Margendruck ausgesandt. Weitere Vorauskäufe von Stahl seien unwahrscheinlich geworden. Ein Abbau von Vorräten sei daher trotz des an sich niedrigen Niveaus wieder vorstellbar.
Bis zum vierten Quartal 2010 sei in Europa, ausgelöst durch die Gefahr chinesischer Stahlexporte und des derzeitigen Käuferstreiks ein Preisrückgang von bis zu 18% möglich.
Klöckner & Co habe nach Angaben des Managements im Dezember 2009 in Erwartung steigender Preise Stahlvorräte aufgebaut. Die Käufe habe Klöckner & Co jedoch wegen der Einschätzung eingestellt, dass die Stahlpreise im Juli ein Hoch erreichen dürften.
Das Kursziel sei von 20,00 auf 18,00 EUR zurückgesetzt worden.
Vor diesem Hintergrund sprechen die Analysten der UBS für die Aktie von Klöckner & Co nunmehr eine Verkaufsempfehlung aus. (Analyse vom 13.05.10)
(13.05.2010/ac/a/d)
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