Die Experten von der "Wirtschaftswoche" empfehlen die Aktie von LEIFHEIT (ISIN DE0006464506/ WKN 646450) für konservative Anleger.
Mit dem Unternehmen sei es vier Jahre lang bergab gegangen. Seit März 2005 sei allerdings ein neuer Mann am Ruder, Hans Georg Franke vom Konkurrenten FHP, der jetzt bei LEIFHEIT einen harten Sanierungskurs fahre. In Deutschland werde die Produktion gekürzt. In diesem Jahr würden mehr als 300 Stellen abgebaut und dafür die Produktion an Standorten wie Tschechien oder Asien erweitert. Das Markensortiment werde gelichtet, ein Viertel bis ein Drittel der Artikel würden aussortiert. Darüber hinaus werde im Verkauf aggressiver vorgegangen. Das Unternehmen habe mit dieser neuen Flexibilität bereits einen billigen Konkurrenten aus China ausgestochen.
Durch den harten Sanierungskurs seien erste Erfolge verzeichnet worden. Die Geschäfte zögen seit dem Tiefpunkt im März langsam wieder an. Die Gesellschaft habe im 2. Quartal den Gewinn von 0,6 Mio. auf 1,2 Mio. Euro verbessert. Auch für die zweite Jahreshälfte habe Franke gute Zahlen angekündigt. Dies bedeute, dass selbst wenn die Gewinne im zweiten Halbjahr lediglich stagnieren würden und das Unternehmen wiederum rund 60 Cent je Aktie erwirtschafte, wäre am Jahresende ein Gewinn von 1,20 Euro je Aktie möglich. Nach der Nullrunde des vergangenen Jahres könnte LEIFHEIT damit wieder eine Dividende an die Aktionäre zahlen.
Für Frankes Mission sei die hochsolide Bilanz - Bankschulden seien kein Thema, die Eigenkapitalquote betrage 49% - ein wichtiger, substanzieller Rückhalt. Der Titel stecke noch im Abwärtstrend der vergangenen fünf Jahre, allerdings schiebe er sich zwischen 21 und 24 Euro in eine erfolgversprechende Position. Ein Kaufsignal werde durch einen deutlichen Sprung über 24 Euro generiert.
Nach Ansicht der Experten von der "Wirtschaftswoche" eignet sich die Aktie von LEIFHEIT für konservative Anleger.
Analyse-Datum: 06.10.2005