Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Aktie von LEIFHEIT (ISIN DE0006464506/ WKN 646450) nach wie vor mit "kaufen" ein.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 habe die LEIFHEIT AG mit 105,0 (Vj. 104,4) Mio. Euro einen stabilen Umsatz aus dem fortzuführenden Geschäft (das heiße die Haushaltssparte) gemeldet. Das operative Ergebnis (EBIT) habe sich im Zuge zahlreicher Optimierungsmaßnahmen verbessert, die sowohl im operativen als auch im finanziellen Bereich durchgeführt worden seien, deutlich auf 7,7 Mio. Euro. Hierin seien nicht realisierte Kursgewinne aus der Bewertung von Devisentermingeschäften in Höhe von 2,1 Mio. Euro enthalten. Somit habe das bereinigte EBIT bei 5,6 Mio. Euro (Vj. 0,9 Mio. Euro) gelegen.
Das Periodenergebnis des fortzuführenden Geschäftes habe nach Steuern plus 5,5 (-0,9) Mio. Euro betragen. Das Ergebnis aus der Badsparte habe die LEIFHEIT AG gemäß IFRS auf Nachsteuerbasis als Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft ausgewiesen. Mit 10,1 (1,3) Mio. Euro sei auch hier eine deutliche Ertragssteigerung verbucht worden.
Das Gesamtergebnis habe sich im Berichtszeitraum auf 15,6 (0,4) Mio. Euro verbessert, was mit einem Ergebnis je Aktie von 3,29 (0,10) Euro einhergegangen sei. Wichtig sei dabei aus Sicht der Analysten, dass das neue Kerngeschäft Haushalt nach erfolgreichem Turnaround im ersten Halbjahr überzeugt habe.
Für viele Beobachter überraschend habe die LEIFHEIT AG Anfang Juni den Verkauf ihrer Badsparte bekannt gegeben. Die Reaktionen der Börsenteilnehmer seien hier durchaus geteilt gewesen. Der Badbereich habe gerade in den für den Konzern schwierigen Jahren 2007 und 2008 das Gesamtunternehmen vor einem noch tieferen Ertragseinbruch bewahrt.
Man sehe die Veräußerung neutral. Nach Meinung der Analysten sei sie nicht unbedingt notwendig gewesen, da das Thema Bad durchaus zu der für die LEIFHEIT AG übergeordneten Story des so genannten "Homings" sehr gut gepasst habe. Allerdings sei die Argumentation des Managements, sich in Zukunft auf den Haushaltsbereich zu konzentrieren, auch nicht von der Hand zu weisen. Hier wolle sich der Konzern noch in ausgewählten Bereichen verstärken.
Die ins Auge gefassten Unternehmenszukäufe hätten die Analysten jedoch noch nicht in ihre Schätzungen eingearbeitet. Sie hätten ihre Prognosen aber an den neuen Konzernzuschnitt mit der Konzentration auf die Haushaltssparte angepasst. Insgesamt komme man bei einer weiterhin guten finanziellen Position des Unternehmens auf ein um 5 auf 20 Euro ermäßigtes 12-Monats-Kursziel. Diese Reduzierung des Kurszieles basiere jedoch lediglich auf den durch den Konzernumbau geänderten Rahmenbedingungen und sei nicht mit einer negativeren Einstufung gegenüber der letzten Research-Note der Analysten verbunden.
Aktuell notiere die LEIFHEIT-Aktie mit einem Niveau von circa 15,50 Euro auch in der neuen Konzernaufstellung unter dem von den Analysten ermittelten fairen Wert.
Vor diesem Hintergrund erneuern die Analysten von GSC Research ihre Kaufempfehlung für die Aktie von LEIFHEIT mit einem 12-Monats-Kursziel von 20 Euro. Die momentane Situation der Seitwärtsbewegung des Kurses sei nach ihrem Erachten eine gute Gelegenheit für den Value-Investor, die Bestände in dem Titel aufzustocken. Eine Dividendenrendite von knapp 4 Prozent sollte zudem das Kursrisiko begrenzen. (Analyse vom 30.08.2010) (30.08.2010/ac/a/nw)
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