Sauerlach (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten vom "Nebenwerte Journal" hat die Aktie von LEIFHEIT (ISIN DE0006464506/ WKN 646450) aus fundamentaler Sicht kein Potenzial.
Nachdem im September 2007 bereits der Vorstandsvorsitzende Dr. Hans-Georg Franke ausgeschieden sei, habe Anfang Oktober 2008 auch der CFO Frank Gutzeit das Unternehmen verlassen. 2007 habe zwar der seit 2001 anhaltende Umsatzrückgang gestoppt werden können. Allerdings habe sich die Ertragskraft weiter verschlechtert. Das Konzern-EBIT habe sich 2007 auf 2,4 Millionen Euro halbiert. Der Vorsteuergewinn habe bei 0,5 Millionen Euro gelegen. Insgesamt sei ein Jahresfehlbetrag von 3,2 Millionen Euro oder 0,67 Euro je Aktie verblieben. Das unerwartet schlechte Ergebnis habe zu einem Dividendenausfall geführt.
Im ersten Quartal 2008 hätten Lieferverzögerungen und Umsatzverschiebungen nach Anlaufschwierigkeiten bei der Versandverlegung belastet. Kaum besser habe es im ersten Halbjahr 2008 ausgesehen. Der Umsatz habe sich um 4,2% auf 137 Millionen Euro verringert. Die Bruttomarge habe sich auf 42,4% verbessert. Das EBIT sei vor allem durch erhöhte Vertriebskosten um 71% auf 0,9 Millionen Euro eingebrochen. Das Vorsteuerergebnis habe mit -0,3 Millionen Euro ins Minus gedreht. Der Nachsteuerverlust habe bei 1,7 Millionen Euro oder 0,36 Euro je Aktie gelegen. Für das Gesamtjahr rechne der Vorstand mit einem positiven EBIT unter Vorjahresniveau. Es sei mit einem Jahresfehlbetrag und Dividendenausfall zu rechnen.
Nach Meinung der Experten wäre bei der zu erwartenden Eintrübung des Konsumklimas in Westeuropa eine stabile Entwicklung bereits ein Erfolg. Ein Einstieg in die Aktie komme erst in Frage, wenn sich absehbar eine Gewinnwende ankündigen sollte.
Nach Meinung der Experten vom "Nebenwerte Journal" hat die Aktie von LEIFHEIT aus fundamentaler Sicht kein Potenzial. (Ausgabe 11)
(06.11.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 06.11.2008