28.03.2008 13:35
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LEONI kaufen (Bankhaus Lampe KG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, bewertet die LEONI-Aktie (ISIN DE0005408884/ WKN 540888) unverändert mit dem Rating "kaufen".

Der LEONI-Konzern habe seinen Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2007 fortgesetzt und habe die zu Jahresbeginn aufgestellten Umsatz- und Ergebnisziele übertreffen können. Wie bereits bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen bekannt gegeben, sei der Konzernumsatz um 12,3% auf ein neues Rekordniveau von 2,36 Mrd. EUR (Vj. 2,1 Mrd. EUR) gestiegen. Das EBIT habe trotz hoher Vorleistungen für künftige Aufträge mit 129,6 Mio. EUR nahezu das Vorjahresniveau von 130,6 Mio. EUR erreicht. Mit der Steigerung von rund 9% habe LEONI beim Konzernüberschuss mit 86,2 Mio. EUR (Vj. 79,3 Mio. EUR) einen neuen Höchstwert geschafft. Die Dividende werde um 0,10 EUR auf 0,90 EUR erhöht.

Die beiden Unternehmensbereiche von LEONI hätten 2007 ihre Produktionskapazitäten verstärkt: Zur Vorbereitung neuer Projekte aus der Fahrzeugindustrie habe der Bereich Wiring Systems (Bordnetze) seine internationalen Standorte ausgebaut. Der Bereich habe im letzten Jahr vom anhaltenden Trend zu mehr elektronischer Ausstattung im Fahrzeug und damit zu komplexeren Bordnetz-Systemen profitiert.

Der Umsatz sei um 3% auf 986,0 Mio. EUR gestiegen. Hauptumsatzträger seien die Bordnetz-Systeme und die Kabelsätze für Mercedes-Benz, General Motors und BMW gewesen. Durch die Übernahme der VCS zum 01.01.2008 würden nun auch die beiden französischen Autobauer Renault und PSA hinzukommen. Damit werde LEONI gleichzeitig der Ausbau und die Verlagerung der Fertigungskapazitäten in die neue "Niedriglohnregion" Nordafrika erleichtert, da VCS dort bereits an mehreren Standorten vertreten sei.

Die Vorleistungen für verstärkte Entwicklungsaktivitäten und der Ausbau der Produktionskapazitäten hätten im Bordnetz-Bereich erwartungsgemäß zu einem Rückgang der Erträge geführt. Das EBIT habe mit 56,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 61,1 Mio. EUR gelegen. Darin seien jedoch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR für verschiedene in- und ausländische Standorte enthalten gewesen. Die 50%-Beteiligung an dem südkoreanischen Familienunternehmen Daekyeung ermögliche es LEONI, langfristig in der Wachstumsregion Asien Zugang zu den dortigen Automobilproduzenten zu erhalten. Das Unternehmen habe die Option, die restlichen 50% der Anteile innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwerben.

Der Bereich Wire & Cable Solutions habe vor allem in neue Fertigungsanlagen für Spezialkabel investiert. Im Geschäftsjahr 2007 habe der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions seinen Expansionskurs weiter fortgesetzt.

Durch die Positionierung in wachstumsstarken Märkten habe sich der Außenumsatz um rund 20% auf den neuen Rekordwert von 1.380,8 Mio. EUR (Vj. 1.154,0 Mio. EUR) erhöht. Kräftig gewachsen sei LEONI dabei mit Spezialkabeln und anschlussfertigen Kabelsystemen für unterschiedlichste industrielle Anwendungen, z. B. in der Petrochemie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Robotik und Automatisierungstechnik sowie für komplexe Infrastrukturprojekte. Das EBIT habe sich bei Wire & Cable Solutions um 7% auf 73,5 Mio. EUR (Vj. 68,6 Mio. EUR) erhöht.

Für das laufende Jahr würden die Analysten bei Wire & Cable Solutions mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisplus rechnen. Erstmals sollten hier größere Aufträge, unter anderem aus der Medizintechnik (Siemens-Medical), der Computerindustrie und dem Maschinenbau sowie von verschiedenen Transport- und Infrastrukturunternehmen beitragen. Ein erster Vertragsabschluss mit EADS für den A350 und den A380 dürfte kurzfristig bevorstehen und könnte die Abhängigkeit von der Automobilindustrie langfristig verringern. 2009 dürfte sich die positive Entwicklung aus heutiger Sicht fortsetzen. Zumal die Auftragsbücher bereits mit knapp 4 Mrd. EUR prall gefüllt seien.

Der Unternehmensbereich Wiring Systems werde sein Geschäftsvolumen 2008 deutlich auf circa 1,6 Mrd. EUR ausweiten. Hierzu würden die Aktivitäten der neuen Tochtergesellschaft LEONI Wiring Systems France (LWS France) mit 600 Mio. EUR beitragen. Gestützt auf den planmäßigen Anlauf zahlreicher Großprojekte, sei für das Geschäftsjahr 2009 im Bordnetz-Bereich erneut ein merklicher Umsatzschub zu erwarten. Die Finanzierung der Übernahme sei inzwischen über mittel- bis langfristige Schuldscheindarlehen erfolgt. Dabei hätten angabegemäß Zinssätze von unter 5% vereinbart werden können.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte 2008 aufgrund weiterer Vorleistungen nur leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Dabei sei von LWS France aufgrund von Integrationskosten und Abschreibungen in Zusammenhang mit der Kaufpreisverteilung voraussichtlich noch kein wesentlicher Ergebnisbeitrag zu erwarten. Die Vorarbeiten für die neuen Projekte und die Integration der neuen französischen Aktivitäten könnten voraussichtlich im laufenden Jahr größtenteils abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2009 werde sich deshalb das operative Bereichsergebnis deutlich verbessern.

Basierend auf den guten Aussichten für beide Unternehmensbereiche würden die Analysten mit einem Konzernumsatz in diesem Jahr von zirka 3,1 Mrd. EUR rechnen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sollte sich auf über 144 Mio. EUR erhöhen. Für 2009 würden die Analysten auf Konzernebene mit einem Umsatzanstieg auf rund 3,3 Mrd. EUR rechnen. Das operative Ergebnis sollte deutlich überproportional ansteigen. Die Analysten würden aktuell von knapp 165 Mio. EUR ausgehen.

Doch nicht nur mit dem organischen Wachstum alleine könnte es weiter aufwärts gehen. LEONI beobachte die aktuellen Überlegungen von Nexans und MAN sehr genau. Hier gebe es Überlegungen, sich von der Bordsystemsparte (Nexans: Umsatz ca. 250 Mio. EUR) bzw. bei MAN von der eigenen Kabelbausparte (ca. 70 Mio. EUR Umsatz) zu trennen.

Sollten die Preisvorstellungen realistisch sein, wolle LEONI diese Option ggf. nutzen. Dabei wolle das Unternehmen jedoch nicht über ein Gearing von 1,2 hinausgehen. Aktuell liege der Verschuldungsgrad bei 90%, solle aber mittelfristig wieder auf 50% reduziert werden. Daher dürften für eine mögliche Expansion zukünftig die Aktionäre über eine Kapitalerhöhung zur Kasse gebeten werden. Dies spiele in der Bewertung der Analysten derzeit jedoch keine Rolle.

Die Übernahme der französischen VCS werde sich in diesem Jahr deutlich im Umsatz niederschlagen. Ergebnisseitig würden die Analysten bei der Integration der Franzosen, die nun unter LEONI Wiring Systems France (LWS France) firmieren würden, erste positive Beiträge erst im kommenden Jahr erwarten, sodass man das laufende Geschäftsjahr als Übergangsjahr betrachten müsse. Gleichwohl würden die Analysten mit 2,89 EUR Gewinn je Aktie für 2008 ein Ergebnis erwarten, das auf dem Vorjahreswert liege.

Die Aktie von LEONI ist damit immer noch günstig bewertet, sodass die Analysten vom Bankhaus Lampe weiter den Kauf empfehlen. Sie würden ihr Kursziel von 35,00 EUR bestätigen. (Analyse vom 27.03.2008) (27.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 27.03.2008

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21.07.2008LEONI mit Stop-buy-Limit kaufenFrankfurter Börsenbriefeplus
21.07.2008LEONI kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)plus
16.07.2008LEONI haltenHamburger Sparkasse AG (Haspa)neutal
07.07.2008LEONI buyCommerzbank Corp. & Marketsplus
17.06.2008LEONI buyCommerzbank Corp. & Marketsplus




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