Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie von LVMH (ISIN FR0000121014/ WKN 853292) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Der französische Konzern Moët-Hennessy-Louis-Vuitton (LVMH) sei das größte Luxusgüterkonglomerat weltweit. Die Kerngeschäftsfelder des Unternehmens seien Wein und Spirituosen (18%), Mode und Lederwaren (35%), Parfüm und Kosmetik (17%), Selektiver Einzelhandel (Duty-Free-Geschäfte, 25%) sowie Uhren und Schmuck (5%). Beispiele für bekannte Marken seien Christian Dior (Mode, Parfüms), Louis Vuitton (Leder), Zenith (Uhren), Donna Karan New York (Mode), Dom Pérignon, Moët & Chandon (Champagner). Bedeutendster Markt seien die USA (22%), gefolgt von Frankreich (13%) und Japan (11%). Eine starke Bedeutung habe in den letzten Jahren China erlangt, so dass der asiatische Markt Europa im ersten Quartal 2009 eingeholt habe.
Nach den veröffentlichten Zahlen würden die Analysten bei ihrer Einschätzung verbleiben, dass die hohe Abhängigkeit des Luxussektors von der konjunkturellen Entwicklung, diesen weiterhin stärker leiden lassen dürfte als preisorientiertere Formate. Dies schlage sich in den derzeitigen Gewinnrückgängen nieder. Auch die hohe Anfälligkeit des Konzerns gegenüber Währungsveränderungen bleibe problematisch. Nach der guten Kursentwicklung der letzten Wochen sei die Aktie sehr teuer geworden.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse sehen den Wert von LVMH daher jetzt als klaren Verkauf. (Analyse vom 31.07.2009) (31.07.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 31.07.2009