Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von L'Oréal (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) weiterhin mit "halten" ein.
Im vierten Quartal seien die Umsätze gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 1,5% zurückgegangen und damit deutlich niedriger ausgefallen als erwartet. Die starke Anhebung des Werbebudgets habe noch keine positiven Auswirkungen gezeigt. Im zweiten Halbjahr habe die Verbesserung des operativen Gewinnes nicht ausgereicht, um die Schwäche des ersten Halbjahres auszugleichen. Der operative Gewinn für das Gesamtjahr 2009 sei mit 5,4% rückläufig gewesen.
Die Absatzsituation in Nordamerika habe sich normalisiert, die Region Westeuropa sei auch im vierten Quartal bis auf einige Ausnahmen enttäuschend gewesen. Das Hauptaugenmerk gelte nun "3 Strategic Chances" (Ausweitung der Kundenbasis, Strukturverbesserung des Konzerns, zielstrebige Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Im Fokus stünden diesbezüglich die Emerging Markets des asiatischen und lateinamerikanischen Raumes.
Die Dividende für 2009 werde auf EUR 1,50 erhöht (+4,2%). Das erste Quartal 2010 sollte positiv ausfallen, da im Vergleich dazu das erste Quartal 2009 das schlechteste in der Firmengeschichte gewesen sei (-4,3 % organisches Wachstum; - 17,5% Umsatzrückgang im Luxussegment). Die ausreichend vorhandenen liquiden Mittel würden Zukäufe erwarten lassen. Ausgeschlossen worden seien allerdings Aktienrückkäufe. Die Verschuldung sei deutlich abgebaut worden.
Nach zwei schwierigen Geschäftsjahren gehe L'Oreal laut Management nun gestärkt in das Jahr 2010, um Umsatz und Ergebnis wieder zu steigern. Allerdings habe es diesbezüglich keine konkrete Guidance gegeben. Daran sei ersichtlich, dass es für allzu großen Optimismus noch verfrüht sei. Auch wenn für das erste Quartal deutlich höhere Umsatzzahlen erwartet würden (Basisvergleich zum Vorjahresquartal), würden die Analysten davon ausgehen, dass auch das Geschäftsjahr 2010 ein schwieriges bleiben werde. Hinsichtlich Margenentwicklung rechne man damit, dass der Konzern weiterhin der Konkurrenz hinterherhinken werde.
Da die Analysten der Raiffeisen Centrobank auch hinsichtlich der Bewertung nur mehr geringe Kursfantasie sehen, bleiben sie nach wie vor beim "halten"-Rating für die Aktie von L'Oreal. (Analyse vom 10.03.2010) (10.03.2010/ac/a/a)
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