München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" empfehlen bei der Linde-Aktie (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) den Stoppkurs bei 79,50 Euro zu setzen.
Mit der Akquisition des britischen Wettbewerbers BOC in Höhe von 12 Mrd. Euro sei Linde zum weltweit größten Produzenten von Industriegasen (Marktanteil: 25%) aufgestiegen. Nahezu aus allen Branchen beliefere der Linde-Konzern Kunden. 2007 sei der Gase-Umsatz um 9% auf mehr als neun Mrd. Euro gewachsen. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft habe sich um knapp 14% auf 2,3 Mrd. Euro erhöht. Für die nächsten Jahre traue Konzerchef Wolfgang Reitzle dem Gasemarkt ein durchschnittliches Wachstum von 7% pro Jahr zu, welches Linde überbieten wolle. Wegen der USD-Schwäche sorge sich Reitzle nicht. "Unser Geschäft ist zu 100% natürlich gehedged", so der Chef. "Exportrisiken wie bei der Automobilindustrie bestehen bei uns nicht, da wir in den Ländern, in denen wir unsere Kunden versorgen, auch produzieren."
Lindes zweites Standbein sei der Bau von Anlagen, etwa für die Petrochemie, für Düngemittelhersteller oder zur Erdgasförderung und -verflüssigung. Der Konzernchef rechne vor allem aus den Regionen Mittlerer Osten und Asien mit reichlichen Aufträgen. "Je höher der Ölpreis steigt, desto gefragter sind alternative Energieformen, wie sie Linde entwickelt", so der Manager. 2007 habe Linde den Umsatz im Anlagenbau um 40% auf 2,7 Mrd. Euro erhöht. Der Gewinn sei ähnlich stark auf 240 Mio. Euro geklettert. Insgesamt erreiche der aktuelle Auftragsbestand mehr als 4 Mrd. Euro.
Die Experten von "FOCUS-MONEY" raten bei der Linde-Aktie den Stoppkurs bei 79,50 Euro zu setzen. (Ausgabe 16) (10.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 10.04.2008