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Der Q1-Umsatz habe um +2,0% (währungsbereinigt: +7,5%) auf 2,92 Mrd. EUR gesteigert werden können. Die Gase hätten zwar mit dem organischen Erlösplus von +7,5% (2,30 Mrd. EUR) den Wettbewerber Air Liquide (ebenfalls organisch: +9,1%) nicht überflügeln können, sich jedoch insgesamt sehr dynamisch entwickelt. Das zweite Standbein des Konzerns, der Bereich Engineering, habe um 3,9% auf 482 Mio. EUR zulegen können. Die Auftragseingänge (406 Mio. EUR) seien von der positiven Entwicklung in Asien/Pazifik (+71%) und Europa (+59%) geprägt gewesen.
Auf operativer Ebene sei die EBIT-Marge dank Einsparungen im Vertrieb auf 10,4% (303 Mio. EUR nach 251 Mio. EUR im VJ) gestiegen. Das Nettoergebnis habe sich auf 172 Mio. EUR belaufen und sei deutlich zurückgegangen, bedingt allerdings durch die Veräußerung von Unternehmensteilen im Wert von 510 Mio. EUR im VJ. Linde habe das Ziel eines operativen Konzernergebnisses im Jahr 2010 von über 3 Mrd. EUR sowie Kostenspareffekte von 250 Mio. EUR p.a. ab 2009 aus der BOC-Akquisition bestätigt.
Eine Abschwächung der US-Konjunktur könne durch das starke Wachstum in den asiatischen Märkten überkompensiert werden. Aufgrund der notwendigen Präsenz vor Ort im Gasgeschäft würden Währungsrisiken eine eher geringe Rolle spielen. Das EBITDA könne stärker zulegen als der Umsatz, was auf die konsequente Ausrichtung auf das Gasgeschäft sowie auf die positiven Synergieeffekte aus der BOC-Übernahme zurückzuführen sei.
Das Unternehmen baue die Nettoverschuldung weiterhin zügig ab (2007: 6,46 Mrd. EUR, 2008e: 5,80 Mrd. EUR) und verringere den Finanzierungsaufwand. Das derzeitige Kursniveau der Linde-Aktie sei bewertungstechnisch dank der überproportionalen Fortschritte auf Profitabilitätsebene gut untermauert.
Die Nachfrage nach Industriegasen sei eher konjunkturabhängig. Der Fokus auf das Gasgeschäft berge Chancen (Abbau des Konglomerat-Abschlags, höhere Margen), aber auch Risiken (niedrigere Diversifikation). Man gehe nicht davon aus, dass derzeit weitere große Akquisitionen in Planung seien. Der Titel habe den DAX bereits seit Dezember 2007 deutlich outperformed.
Der recht erfreulichen Geschäftsentwicklung, die sich wohl weiter fortsetzen werde, würden die Analysten Rechnung tragen und ihre Schätzungen nach oben anpassen. Sie würden das Kursziel auf 102 EUR von vorher 94 EUR erhöhen.
Die Analysten der SEB bewerten die Aktie von Linde mit dem Rating "buy". (Analyse vom 13.05.2008) (13.05.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 13.05.2008
| 26.06.2009 | Linde neues Kursziel | UBS AG | |
| 25.06.2009 | Linde bei 63 EUR einsteigen | Focus Money | |
| 12.06.2009 | Linde neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 10.06.2009 | Linde kaufen | Reuschel & Co. | |
| 22.05.2009 | Linde halten | Hamburger Sparkasse AG (Haspa) |
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