| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Einfügen in | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (groß) | News + Adhoc | Bilanz/GuV | Termine | Zertifikate | Depot |
| Times + Sales | Analysechart (Java) | Analysen | Dividende/HV | Profil | Optionsscheine | Watchlist |
| Börsenplätze | Chartvergleich | Research Statis. | Vergleich | Insidertrades | Knock-outs | myfinanzen |
| Orderbuch | Stuttgart Realtime | RSS Feed | Analyse | im Forum | Fonds | |
| Historisch | Realtime Push | Ausblick | IR-Daten | |||
Linde für spekulative Anleger (Aktienservice Research)
Linde sei ein gut geführter und erfolgreich tätiger deutscher Konzern. Die jüngsten Turbulenzen am Aktienmarkt habe die Aktie halbwegs moderat überlebt. Die Kursverluste hätten sich im Vergleich zu anderen deutschen Blue-Chips in Grenzen gehalten. Zudem mache die Gesellschaft fundamental eine gute Figur, sodass man hier über einen Kauf nachdenken könnte.
Die Haupttätigkeitsgebiete des Münchner Konzerns seien Gas and Engineering. Der Unternehmensbereich Material Handling mit den bis dato bekannten Gabelstaplern und der Lagertechnik sei im Zuge der BOC-Übernahme verkauft worden. Vom Segment Kältetechnik habe sich Linde bereits vor vier Jahren getrennt, sodass sich das Unternehmen unter Führung von Wolfgang Reitzle wirklich nur auf das Geschäft mit Industriegasen konzentriere.
Vor allem der heutige Firmenlenker habe diese Fokussierung vorangetrieben. Der Manager genieße unter den deutschen Top-Managern weiterhin den besten Ruf, wie eine Umfrage im Dezember ergeben habe. Hier sei er zum dritten Mal in Folge auf Platz eins gelandet. Dies liege wohl auch an den guten Ergebnissen, die Linde in der jüngsten Vergangenheit vorgelegt habe.
Die Bilanz für das vierte Quartal und das Gesamtjahr werde zwar erst im Februar veröffentlicht, die Zahlen für das dritte Quartal würden aber Gutes erwarten lassen. Im Zeitraum vom Juli bis September habe der Konzern ein prozentual zweistelliges Umsatzplus von 18,6% auf 3,07 Mrd. Euro verzeichnet. Gleichzeitig sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 20,7% verbessert worden. Nach Angaben des Vorstandes habe damit der positive Verlauf des ersten Halbjahres fortgesetzt werden können. Man sei robust und wetterfest aufgestellt, habe Konzernchef Reitzle bei Vorlage der Bilanz betont.
Und in den ersten neun Monaten habe Linde seinen Umsatz zweistellig steigern können. Er sei im Vergleich zum Vorjahr um 14,7% auf 8,96 Mrd. Euro geklettert. Das EBITDA habe um 16,7% auf 1,77 Mrd. Euro zugelegt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei deutlich von 0,55 auf 1,11 Mrd. Euro gestiegen. Dabei seien zwei gegenläufige Sondereffekte zu berücksichtigen: Zum einen sei das EBT durch Abschreibungen von 335 Mio. Euro aus der Kaufpreisallokation der BOC-Akquisition gemindert, zum anderen aber durch einen Buchgewinn von 574 Mio. Euro aus der Veräußerung von Unternehmensteilen positiv beeinflusst worden. Das Ergebnis nach Steuern habe nach drei Monaten bei 764 Mio. Euro gelegen und damit das Vorjahresergebnis von 451 Mio. Euro übertroffen.
Nach diesen guten Zahlen habe sich Linde bis dato optimistisch gegeben. Man erwarte für das Gesamtjahr 2007 gute Ergebnisse und habe die bisherige Prognose präzisiert: Der Vorstand habe auf Konzernebene mit einem Umsatz von gut zwölf Milliarden Euro und einem EBITDA von 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro gerechnet. Diese Werte würden jeweils einer zweistelligen Steigerungsrate entsprechen. Als mittelfristiges Ziel strebe Linde unverändert für das Geschäftsjahr 2010 ein EBITDA von mehr als drei Milliarden Euro an. Die Gesellschaft scheine somit operativ auf Kurs zu sein.
Vor allem das Gase-Geschäft laufe sehr gut. In den letzten Wochen habe der Konzern in diesem Bereich gleich mehrere Abkommen schließen können - so zum Beispiel letzte Woche mit dem Stahlhersteller Corus, der zu Tata Steel gehöre. Linde solle im Rahmen eines Gase-Versorgungsvertrags auch den Bau einer neuen Luftzerlegungsanlage am Corus-Standort im englischen Scunthorpe für rund 80 Mio. Euro durchführen.
Trotz der guten Fundamentaldaten sei die Linde-Aktie in den vergangenen Tagen etwas deutlicher unter die Räder gekommen. Vom Allzeithoch am 7. Januar 2008 bei 97,83 Euro sei es zuletzt bis auf knapp unter 80 Euro abwärts gegangen. Dies wirke sich auch auf die Bewertung aus. Mit einem KGV (2008e) von knapp 15 sei die Aktie günstig bewertet. Langfristig sei das Papier daher einen Blick wert. Wenn wieder Ruhe am Markt einkehren sollte, dürfte die Aktie nicht zuletzt auch wegen der weiterhin immer wieder aufkommenden Spekulationen um eine Übernahme durch den US-Chemiekonzern Dow Chemical wieder an Fahrt gewinnen.
Wer daher etwas spekulativer eingestellt ist, könnte bereits erste kleinere langfristige Käufe der Aktie von Linde in Erwägung ziehen, so die Experten von "Aktienservice Research". Ansonsten sei Linde ein guter Wert für die persönliche Watchlist. Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 74,00 Euro platziert werden. (Aktien Ausgabe 449 vom 23.01.2008) (24.01.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 24.01.2008
| 10.10.2008 | Linde buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 07.10.2008 | Linde neues Kursziel | Deutsche Bank AG | |
| 06.10.2008 | Linde buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 02.10.2008 | Linde kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 24.09.2008 | Linde buy | Deutsche Bank AG |
Aktien in diesem Artikel
| 10.10.08 | MAN kein Kauf | |
| 10.10.08 | Deutsche Bank buy | |
| 10.10.08 | Daimler neues Kursziel | |
| 10.10.08 | SolarWorld neues Kursziel | |
| 10.10.08 | Allianz neues Kursziel | |
| 10.10.08 | Münchener Rück neues Kursziel | |
| 10.10.08 | Münchener Rück verkaufen | |
| 10.10.08 | Wirecard overweight | |
| 10.10.08 | IDS Scheer Upgrade |
![]() | |
![]() | |
![]() |
|


















