Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Hamburger Sparkasse, Marco Günther, stuft die Aktie von Linde (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) weiterhin mit "halten" ein.
Die Linde-Gruppe habe sich zu einem reinrassigen Gaseanbieter gewandelt. Die Transformation sei mit dem Verkauf der Gabelstapler- und Lagertechniksparte Kion abgeschlossen worden. Zuvor sei bereits die Trennung von der Sparte Kältetechnik erfolgt. Mit der im Laufe des Jahres 2006 abgeschlossenen Übernahme des britischen Konkurrenten BOC für rund 12,4 Mrd. EUR habe sich Linde zum weltweit führenden Anbieter von Industriegasen entwickelt. Die im Anlagenbau unterhaltenen Aktivitäten seien artverwandt und ebenfalls auf zukunftsträchtige Marktsegmente wie Anlagen zur Wasserstoff- und Sauerstofferzeugung oder Erdgasbehandlung ausgerichtet. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns werde daher zukünftig weniger zyklisch geprägt sein.
Das Zahlenwerk der Linde AG sei wie erwartet geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise. Dank des in den letzten Jahren vollzogenen Konzernumbaus und der hervorragenden Positionierung scheine das Unternehmen allerdings relativ gut gewappnet. Die Visibilität der mittelfristigen Geschäftsentwicklung habe weiter abgenommen.
Unter fundamentalen Gesichtspunkten bestätigen die Analysten der Hamburger Sparkasse ihr "halten"-Votum für die Linde-Aktie. (Analyse vom 22.05.2009) (22.05.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 22.05.2009