München (aktiencheck.de AG) - Markus Mayer, Analyst von UniCredit Research, stuft die Aktie von Linde (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) nach wie vor mit "sell" ein.
Die Wechselkurseffekte aufgrund des höheren Euros dürften bei Linde im laufenden Jahr besser als bisher erwartet ausfallen. Allerdings seien die Markterwartungen für das Jahr 2011 zu hoch angesetzt. So gehe man bei UniCredit Research davon aus, dass Linde im kommenden Jahr lediglich ein EPS von 5,58 EUR erzielen werde, während die Konsensschätzung bei 6,25 EUR liege. Vor diesem Hintergrund bestehe das Risiko, dass es zu einer Abwärtskorrektur der Gewinnprognosen kommen werde. Für das Jahr 2010 erwarte man bei UniCredit Research ein EPS von 5,46 EUR, womit man sich auf einer Linie mit der Konsensschätzung bewege.
Nach Ansicht von UniCredit Research dürfte die Erholung bei Linde schneller als bei anderen Industriegaseproduzenten vonstatten gehen, da das Unternehmen eine hohe Präsenz auf den Emerging Markets vorweisen könne. Im Vergleich zu anderen Chemieunternehmen dürfte die Erholung bei Linde allerdings länger auf sich warten lassen. Infolge der zu erwartenden Währungseffekte werde das Kursziel für die Linde-Aktie von 85,00 EUR auf 86,00 EUR heraufgesetzt.
Die Analysten von UniCredit Research vergeben für den Anteilschein von Linde unverändert das Rating "sell". (Analyse vom 01.07.10) (01.07.2010/ac/a/d)
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