Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" raten Anlegern bei der Hälfte der Position in der Aktie von Loewe (ISIN DE0006494107/ WKN 649410) den Gewinn mitzunehmen und bei der anderen Hälfte mit einem engen Stopp dabeizubleiben.
Wenn Ronaldo, Ballack, Ribéry & Co ab dem 7. Juni um den Titel des Fußball-Europameisters spielen würden, würden wieder Millionen Fans mitfiebern - viele davon vor den hochwertigen Fernsehgeräten der Loewe AG. Denn bei dem fränkischen Premium-Hersteller seien auch im ersten Quartal des Sportjahres 2008 die Geschäfte hervorragend gelaufen.
Die im SDAX notierte Aktie von Loewe habe nach diesen glänzenden Zahlen einen großen Satz gemacht. Blicke man auf den Q1-Bericht, dann sei es nicht nachzuvollziehen, dass das "Top-Investment der Woche" der Experten vom 1. Februar (Empfehlungskurs: 11,36 Euro) sogar noch in den Bereich einstelliger Notierungen abgerutscht sei. Zur Erinnerung: Das Hoch in den vergangenen zwölf Monaten habe bei fast 19 Euro gelegen.
Jahre mit großen Sportereignissen seien für die Anbieter von Unterhaltungselektronik regelmäßig gute Jahre, denn sie würden genutzt, um die Technik im Wohnzimmer wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Im oberen Preissegment führe dabei kein Weg an den vielfach preisgekrönten Geräten der Franken vorbei.
Gerade erst sei mit dem Xelos A 32 ein Flachbildfernseher aus einem Test der Stiftung Warentest als Sieger hervorgegangen - unter immerhin 23 Geräten. Erstmals sei dabei auch die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen unter die Lupe genommen worden. Auch hier habe Loewe mit der höchsten Punktzahl die Konkurrenten abgehängt und das Prädikat "stark engagiert" erhalten. Dr. Rainer Hecker, der im kommenden Monat ausscheidende Vorstandschef, habe sich über den "ausgezeichneten Start" in die Saison vor der Euro 2008 gefreut: "Erste Signale verstärkter Nachfrage spüren wir schon", habe er zu berichten gewusst.
Diese habe auch das erste Quartal geliefert: Der Umsatz habe um 10% auf 90,2 Mio. Euro zugelegt. Dazu hätten vor allem die großformatigen LCD-Geräte beigetragen, bei denen die Kronacher einen Zuwachs von 44% verzeichnet hätten. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) habe überproportional zu den Erlösen um 30% auf 6,3 Mio. Euro zugelegt. Hecker führe dies vor allem auf die wertorientierte und preisstabile Vermarktung und den weiter verbesserten Produktmix zurück. Während branchenweit die Preise rückläufig seien, habe Loewe sogar den Durchschnittspreis pro Gerät erhöhen können.
Aber auch die niedrigeren Beschaffungskosten hätten an der positiven Ergebnisentwicklung maßgeblichen Anteil gehabt. Dabei habe das Unternehmen von der US-Dollar-Schwäche profitiert. Grund: Die Displays für die Flachbildfernseher würden in Asien gekauft und in der US-Währung bezahlt, die Erlöse würden aber in Euro anfallen.
Für das Gesamtjahr halte Loewe an seinen Zielen fest. Diese sähen ein Umsatzwachstum von 7% auf rund 400 Mio. Euro und eine Ergebnisverbesserung beim EBIT von 14% auf 24 Mio. Euro vor. Angesichts der positiven Impulse durch die Fußball-EM sowie die Olympischen Spiele in diesem Sommer zweifle man nicht daran, dass diese Vorgaben erreicht würden. In dieser Woche sei die SDAX-Aktie bereits in die Nähe des ersten Kurszieles der Experten von 14 Euro gelaufen.
Wenn dieses erreicht wird, empfehlen die Experten von "ExtraChancen", bei der Hälfte der Position in der Loewe-Aktie den Gewinn mitzunehmen und bei der anderen Hälfte mit einem engen Stopp dabeizubleiben. (Analyse vom 15.05.2008) (16.05.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 16.05.2008