Essen (aktiencheck.de AG) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von MAN (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Mit der Zustimmung der letzten aller zuständigen Kartellbehörden würden die Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) im Rahmen eines Pflichtangebotes vom Mai angedienten MAN-Aktien an die Wolfsburger gehen, die damit nun über 55,9% der Stimmrechte verfügen würden. Über die Mehrheitsbeteiligung erhöhe sich zudem der Zugriff auf Scania AB (ISIN SE0000308280/ WKN 8998469), an dem Volkswagen aktuell 71% und MAN 17% der Stimmrechte besitzen würden.
Die drei Konzerne würden zusammen den Marktführer bei schweren LKW in Europa stellen und könnten nunmehr mit der geplanten Hebung von Kostenvorteilen beginnen. Diese beziffere Volkswagen auf mind. 200 Mio. Euro und langfristig sogar bis zu 1 Mrd. Euro pro Jahr.
Die Analysten hätten die MAN-Aktie im September von "halten" auf "kaufen" heraufgestuft, in der Erwartung, dass Volkswagen aufgrund stockender anderer Fusions- bzw. Kooperationsprojekte (Porsche (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003)/Suzuki (ISIN JP3397200001/ WKN 857310)) die niedrigen Börsenkurse zum Zukauf nutzen könnte, um MAN zügig zu integrieren. Nachdem die Übernahme nunmehr abschließend genehmigt worden sei, erscheine den Analysten ein sukzessiver Ausbau der Beteiligung bis auf 75% das wahrscheinlichste Szenario.
Die Analysten bestätigen folglich ihr "kaufen"-Votum für die MAN-Aktie bei einem unveränderten Kursziel von 75,00 Euro. (Analyse vom 10.11.2011) (10.11.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.