Essen (www.aktiencheck.de) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die MAN-Aktie (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Der Nutzfahrzeugkonzern habe am Freitag im Rahmen der Hauptversammlung folgende Eckdaten zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben: Auftragseingang: 4,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 4,430 Mrd. EUR), Umsatz: 3,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 3,724 Mrd. EUR), operatives Ergebnis: 250 Mio. EUR (Vorjahr: 325 Mio. EUR).
Die vorgelegten Zahlen würden mit Blick auf Auftragseingang und Umsatzvolumen noch nicht die vom Konzern erwartete leichte Abschwächung erkennen lassen, nach den prozentual zweistelligen Zuwächsen des Vorjahres allerdings bereits eine Stagnation darstellen. Das überraschend schwache operative Ergebnis werde mit dem teilweise starken Wettbewerb begründet.
Größere Bedeutung für die weitere Kursentwicklung der MAN-Aktie besitze nach Einschätzung der Analysten zudem der Fortgang der Übernahme seitens Volkswagens (ISIN DE0007664039/ WKN 766403). Hierbei bestehe die Gefahr, dass die Wolfsburger nach einer Aufstockung ihrer Beteiligung auf über 75% der MAN-Stämme (Stand 12. April: 73%) den Zukauf von Aktien zunächst einstellen würden. Ein neuerliches Übernahmeangebot erwarte man dagegen zunächst nicht. In Kombination mit dem voraussichtlich für September drohenden Abstieg der MAN-Stammaktien aus dem DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) könnte die Aktiennachfrage daher demnächst deutlich zurückgehen.
Entsprechend raten die Analysten der National-Bank AG auf dem erreichten Kurs- und Bewertungsniveau zu Gewinnmitnahmen und senken ihre Einstufung für die MAN-Aktie von "halten" auf "verkaufen". (Analyse vom 23.04.2012) (23.04.2012/ac/a/d)
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