Essen (www.aktiencheck.de) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die MAN-Aktie (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) unverändert mit "verkaufen" ein.
Die Aufstockung der Beteiligung auf mehr als 75%, mit der Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag durchsetzen könne, komme nicht überraschend. Zuletzt habe Volkswagen bereits mit der Berufung von Scania (ISIN SE0000308280/ WKN 899846)-Chef Leif Östling als neuem Konzernvorstand für den Bereich Nutzfahrzeuge personell den anstehenden Konzernumbau vorbereitet.
Ein weiterer Beteiligungsausbau biete vor der vollständigen Integration von MAN nach Erachten der Analysten keinen nennenswerten zusätzlichen Nutzen für die Wolfsburger und sei daher in ihren Augen keineswegs ausgemacht. Entsprechend würden sie bis auf weiteres auch nicht von der Vorlage eines neuerlichen Übernahmeangebots ausgehen. Für die verbliebenen MAN-Anteilseigner bestehe dagegen insbesondere die Gefahr, dass die Aktie im Anschluss an einen möglichen DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900)-Abstieg im September zunehmend ein Schattendasein führen werde.
Die Analysten der National-Bank AG raten daher unverändert zum Verkauf der MAN-Aktie. (Analyse vom 06.06.2012) (06.06.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.