Für die Experten von "Der Aktionärsbrief" ist die MOLOGEN-Aktie (ISIN DE0006637200/ WKN 663720) der "Bär der Woche".
So gehe es natürlich nicht. Da breche der Kurs ohne jegliche News innerhalb von drei Tagen um 50% unter hohen Umsätzen ein. Eine Meldung liege nicht vor und die Erklärungen würden teilweise hilflos klingen. Gemunkelt werde, dass zahlreiche Stopps ausgelöst worden seien. Von anderer Seite höre man, dass Hedge-Funds-Manager Florian Homm die Aktie geshortet habe.
Nach einer Ad-hoc-Meldung habe sich das Unternehmen auf Grund der aussichtsreicheren Perspektiven entschieden, den Rollout der zellbasierten Gentherapie über spezielle Zell- und Gentherapiezentren nicht mehr in den Fokus der Strategie zu stellen und das entsprechende Joint Venture, INMOG, mit seinen arabischen Partnern gekündigt usw. Wer die gesamte Ad-Hoc-Meldung lese, merke schnell: Hier werde Negatives positiv verpackt. Das koste Vertrauen, auch wenn die Meldung für sich kein Drama sei. Sie rechtfertige niemals einen Kursrutsch um 50%.
Dennoch: Die Tatsache, dass das Papier bereits drei Tage vor der Meldung regelrecht zerschossen worden sei, müsse die BaFin auf den Plan rufen. Institutionelle Anleger würden diesen Titel so schnell nicht mehr anfassen. Das Vertrauen sei weg.
Nach Ansicht der Experten von "Der Aktionärsbrief" ist die MOLOGEN-Aktie nur noch für Zocker geeignet.
Analyse-Datum: 10.03.2006