München (aktiencheck.de AG) - Dr. Silke Stegemann, Analystin von UniCredit Research, stuft die Aktie von Marseille-Kliniken (ISIN DE0007783003/ WKN 778300) unverändert mit "sell" ein.
Die Ergebnisse zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 hätten den Prognosen von UniCredit Research entsprochen. So sei der Umsatz um 2,7% auf 49,1 Mio. EUR angestiegen und das EBIT habe sich auf 2 Mio. EUR belaufen. Marseille-Kliniken strebe für das Gesamtjahr ein EBIT von 6,8 Mio. EUR an. Für das kommende Geschäftsjahr werde ein EBIT von 13 Mio. EUR anvisiert. Nach Ansicht von UniCredit Research bestehe das Risiko, dass der Unternehmensausblick zu ambitioniert sei. So kalkuliere man selbst für die Geschäftsjahre 2010/11 und 2011/12 mit einem EBIT von 6,3 Mio. EUR bzw. 8,5 Mio. EUR. Der Umsatz werde sich in den nächsten zwei Jahren vermutlich auf stabilem Niveau bewegen.
Das laufende Geschäftsjahr werde sich als Transformationsphase erweisen. Es stelle sich allerdings die Frage, ob das Restrukturierungsprogramm im kommenden Jahr seine vollen Effekte zeigen werde. Das Management habe sich für das Geschäftsjahr 2011/12 Einsparungen von 10 Mio. EUR zum Ziel gesetzt. Darüber hinaus gebe es Bedenken hinsichtlich der Finanzlage. Das Unternehmen werde voraussichtlich im dritten Geschäftsquartal eine Kapitalerhöhung durchführen. Die EPS-Prognosen von UniCredit Research würden für die Geschäftsjahre 2010/11 und 2011/12 auf 0,08 EUR bzw. 0,24 EUR lauten. Auf dieser Basis liege das KGV bei 33,0 bzw. 11,3. Das Kursziel der Aktie belasse man bei 2,50 EUR, damit bewege es sich 6,9% unter dem aktuellen Kursniveau.
Die Analysten von UniCredit Research vergeben daher für den Anteilschein von Marseille-Kliniken weiterhin das Rating "sell". (Analyse vom 22.12.10) (22.12.2010/ac/a/nw)
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