McDonalds Aktie
WKN: 856958 / ISIN: US5801351017

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22.08.2014

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    27.07.2012 11:50
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    McDonalds buy (Sarasin Research)

    Zürich (www.aktiencheck.de) - Michael Romer, Analyst bei Sarasin Research, stuft die Aktie von McDonald's (ISIN US5801351017/ WKN 856958) weiterhin mit "buy" ein.

    Das Geschäft von McDonald's (MCD) besitze im Wesentlichen drei Wachstumstreiber: Expansion des Filialnetzes, Organisches Wachstum in den mindestens über ein Jahr bestehenden Filialen (SSS), und Verbesserungen in der operativen Marge. Diese drei haben sich im Geschäftsjahr (GJ) 2012 mehrheitlich positiv entwickelt und sollten im schwierigen Konsumumfeld relativ robust sein.

    Externes Wachstums (neue Filialen): Die Erweiterung der Ladenflächen (externes Wachstum) stelle einer der wichtigsten Wachstumstreiber von MCD dar. Insgesamt sollten diese mindestens 2%-Punkte zum Gruppenumsatz beisteuern. Die Eröffnung neuer Restaurants habe 2011 mit insgesamt 1.150 Lokalen im Jahresvergleich über 4% merklich zugelegt. 2012 seien erneut 1.300 Eröffnungen geplant, wovon bislang 450 erfolgt seien. Mehr als die Hälfte werde aus der Region Asien/Pazifik/Mittlerer Osten/Afrika (APMEA) stammen, welche für 750 Neueröffnungen verantwortlich sei.

    Auf die so genannten BRIC-Länder würden heute noch weniger als 10% der global betriebenen Restaurants entfallen. Obschon MCD in China seit 1990 präsent sei und seither 1.100 Lokale eröffnet habe, sei dort das Potenzial längst nicht ausgeschöpft, wenn man sie mit den 3.700 Lokalen des Konkurrenten YUM! (ISIN US9884981013/ WKN 909190) (KFC und Pizza Hut kumuliert) vergleiche. China biete genügend Raum für eine weitere Expansion. 2012 würden dort voraussichtlich 225 bis 250 Standorte eröffnet. Bis 2013 sollte in China die Anzahl der Lokale gar 2.000 erreicht haben.

    Organisches Wachstum: Die SSS seien anspruchsvoller in der Interpretation, da große regionale Unterschiede bestehen. Nehme man 2011 als Maßstab, so dürfe das organische Umsatzwachstum von knapp 6% als solid eingestuft werden. Selbst der Wert von rund über 5% im 1H 12 (1Q: +7.3%, 2Q: +3.7%) im entsprechenden Konsumfeld sei respektabel. Wesentliche Subtreiber im organischen Wachstum seien die Kundenfrequenz, welche durch ein attraktives Menüangebot (Frühstück, Gemüse, Fruchtsäfte etc.), einladenden, sprich erneuerten Restauranteinrichtungen (über 2.500 in 2011) sowie neue Ladenkonzepte wie McCafé (in Europa bereits 1.500) getrieben würden. In allen Bereichen schreite MCD voran. Im Bereich Erneuerung der Restaurants sowohl im Interieur als auch im Exterieur seien im 1H 12 erneut 910 der Total geplanten 2.400 umgesetzt worden.

    Insgesamt sollte das Unternehmen in der Lage sein, den Umsatz in 2012 innerhalb der langfristigen angepeilten Bandbreite von 3% bis 5% zu erreichen. Eine Daumenregel für MCD besage, dass pro USD 1 SSS-Mehrumsatz der Gewinn um USD 0,50 bis USD 0,80 erhöht werde.

    Ausweitung der Margen: Auf der Margenebene weise MCD über einen Wirtschaftszyklus hinweg stetige Verbesserungen auf. Allerdings sei es anspruchsvoller geworden diesen Werttreiber zu steigern. Steigende Löhne in den Wachstumsregionen, höheren Lebensmittelgestehungskosten (10 Rohstoffe würden rund 75% ausmachen) sowie eine steigende Anforderung an die Qualität würden Margeneingeständnisse fordern.

    Neben den einzelnen Kostenfaktoren werde die Bruttogewinnspanne auch durch die Besitzstruktur der Restaurants bestimmt. Die auf eigene Rechnung betriebenen Standorte (ein Fünftel des Gruppenumsatzes) hätten 2011 eine Bruttomarge von 19% erzielt. Die von selbständigen Unternehmen - so genannten Lizenznehmern - im Franchising betriebenen Restaurants würden eine Marge von 83% erwirtschaften. Die Lizenzpartnerschaften seien langfristig auf bis 20 Jahre ausgelegt, was für stabile Erträge und Cashflows sorge. Unter Investoren seien jüngst Sorgen über einen erhöhten Margendruck aufgekeimt.

    MCD verfüge jedoch über ausreichend Preissetzungsmacht. Ein Blick in die Sensitivitätsanalyse der Erfolgsrechnung zeige, dass jedes Prozent höhere Inputkosten die operative Marge um 30 Basispunkte drücke. Auf der Ertragsseite erzeuge erfahrungsgemäß jedes Prozent erhöhter Produktpreise die operativen Margen um 80 Bp. Mit anderen Worten müsse MCD nicht die volle Inflation an die Kunden weiterreichen, um die Margen zumindest stabil zu halten. Vor dem Hintergrund der bisher schwachen Konsumneigung in 2012 und der kurzfristig stagnierenden Margen sollte es nicht erstaunen, dass auch MCD das im operativen Gewinn langfristig angepeilte Wachstumsziel von 6% bis 7% nur knapp erreichen werde.

    MCD habe jedoch bewiesen, überdurchschnittlich hohe flüssige Mittel zu generieren, was in schwierigen Marktphasen zentral sei. Das Unternehmen generiere jährlich rund USD 4 Mrd. an flüssigen Mitteln vor Kapitalinvestitionen (Capex) und Ausschüttungen. Die äußerst solide Bilanz erlaube es der Gruppe, die Investitionen auf relativ hohem Niveau zu halten. Dies sollte es dem Unternehmen erlauben auch in einem schwierigen Konsumumfeld Marktanteile zu gewinnen. Dank dem starken freien Cash-Flow offeriere MCD den Investoren eine relativ sichere Dividende (Rendite 3,5%) und dank jährlichen Aktienrückenkäufen von 3% bis 6% des ausstehenden Kapitals eine zusätzliche Komponente, welche das Gewinnwachstum pro Aktie in den zweistelligen Prozentbereich hieve.

    Die Analysten würden zwar temporär geringfügige, aber nicht materielle Reduktionen in den Gewinnschätzungen erwarten. Das könnte die Schwelle eines zweistelligen Gewinnwachstums zwischenzeitlich unterschreiten, was die Aktien wiederum etwas konsolidieren lassen könnte. Mittelfristig spreche indes wenig gegen ein erneutes Wachstum von mehr als 10% im Gewinn pro Aktie.

    MCD würden gegenwärtig leicht unter historischen Durchschnitt auf Basis des auf 12 Monate vorausschauenden 15x P/E handeln (13x bis 19x über letzten fünf Jahre). Auf Basis des EV/EBITDA 2013E, würden die Titel zum 9x Wert gehandelt, was einem Abschlag von rund 20% gegenüber der breiten Vergleichsgruppe im QSR-Segment entspreche. Auch ohne die deutlich im zweistelligen Prozentbereich wachsenden Konkurrenten wie Chipotle Mexican Grill (ISIN US1696561059/ WKN A0ESP5) und Starbucks (ISIN US8552441094/ WKN 884437) betrage der Diskont noch immer hohe 15%, was die Analysten als nicht gerechtfertigt erachten würden.

    Obschon MCD per Definition zum zyklischen Konsumgüter-Sektor gehöre, würden die Analysten die Titel zudem mit anderen global agierenden Basiskonsumgüter-Unternehmen im Lebensmittelbereich vergleichen. Sie würden deshalb erwarten, dass die historisch tiefe Bewertung sich zumindest dem Durchschnitt ausgewählter globaler Basiskonsum-Güter-Titel mit einem P/E von 16x angleichen sollte. Da die Gruppe einem zyklischen Abschwung der Wirtschaft nicht gleich ausgesetzt sei wie andere Mitbewerber, würden sie das Risiko- /Ertragsprofil für Anleger vorteilhaft erachten.

    Trotz allenfalls temporär leichter Schwäche im organischen Wachstum und Margendruck in der kürzeren Frist, sehen die Analysten bei Sarasin Research das Unternehmen für die Zukunft bestens positioniert: Die McDonald's-Aktie ist ein Kauf. (Analyse vom 26.07.2012) (27.07.2012/ac/a/a)

    Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

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    Zusammenfassung: McDonalds buy

    Unternehmen:
    McDonald's Corp.
    Analyst:
    Sarasin Research
    Kursziel:
    -
    Rating jetzt:
    buy
    Kurs*:
    89,19 USD
    Abst. Kursziel*:
    -
    Rating vorher:
    neutral
    Kurs aktuell:
    94,45 USD
    Abst. Kursziel aktuell:
    -
    Analyst Name:
    -
    KGV*:
    16,1
    Ø Kursziel:
    -

    *zum Zeitpunkt der Analyse

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