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Merck habe im Auftaktquartal 2008 überrascht. Der Umsatz habe sich trotz negativer Währungseffekte durch den starken Euro um 8,3% auf 1,86 Mrd. EUR erhöht. Alle vier Sparten seien daran beteiligt gewesen. Im Pharmasektor seien erwartungsgemäß die beiden Hauptumsatzträger erneut erfolgreich gewesen. Der Umsatz beim Krebspräparat Erbitux sei um 33% gewachsen, der beim MS-Medikament Rebif um 11%. Das operative Ergebnis sei um 49,3% auf 359,6 Mio. EUR geklettert. Beim Ergebnis nach Steuern habe Merck 239,1 Mio. EUR erwirtschaftet, nach einem Verlust von 8,3 Mio. EUR im Vorjahr, der von außerordentlichen Ereignissen gekennzeichnet gewesen sei (Kauf der Serono für über 10 Mrd. EUR, Verkauf der Sparte Nachahmermedikamente für 4,9 Mrd. EUR). Das Core-EPS habe sich überproportional von 1,17 auf 1,68 EUR je Aktie verbessert.
Erfolgreicher als erwartet habe sich vor allem die Sparte Liquid Crystal (LC) geschlagen. Deren Erlöse seien um 13% auf 234 Mio. EUR gestiegen. Ohne Währungseinflüsse wäre dies ein Plus von beachtlichen 25%. Flüssigkeitskristalle würden weiterhin ausnahmslos am Standort Darmstadt produziert, während die Hauptabsatzgebiete in Fernost liegen bzw. zumeist auf US-Dollar fakturiert würden. Das Haus habe seine 2008er Ziele sowie die geplanten Umsatzrenditen bestätigt.
Folgende Pro-Punkte würden die Analysten für Merck aufzählen: Das Pharma-Wachstum sei in Q1'2008 wider Erwarten robust gewesen. Es sei erneut von den Hauptprodukten Rebif und Erbitux getragen worden. Niedrigere Herstellungs- und Vertriebskosten hätten den positiven Trend unterstützt. Wider Erwarten hohe Margen habe das Haus im Flüssigkristallgeschäft (LC) erzielt. Außerdem seien zu Erbitux auf der jüngsten Onkologie-Konferenz einige vielversprechende Studienergebnisse präsentiert worden (erweiterte Anwendungen, umsatzwirksam ab 2010). Des Weiteren sei die starke Forschungspipeline - v.a. in der Krebsforschung - langfristig interessant. Darauf hätten auch viele Kooperationen aus den letzten Monaten gezielt.
Außerdem seien die 2008er Ziele bestätigt worden: Merck erwarte weiterhin ein Umsatzwachstum von 5 bis 9% sowie eine operative Marge zwischen 23 und 27%. Hinzu komme ein neues Abkommen mit Bristol-Myers Squibb zum Vertrieb von deren Produkten (30 verschreibungspflichtige Markenprodukte) in sieben Ländern Südamerikas. Zudem dürfte das Haus im Bereich Spezialchemie entgegen den Markterwartungen hier trotz Währungsbelastungen weiterhin hohe Margen erzielen.
Folgende Contra-Punkte würden die Analysten für Merck aufzählen: Merck verfüge über eine relativ hohe Abhängigkeit von wenigen Blockbustern. Ein Misserfolg in der Pharmaforschung schmerze Merck stärker als einem breiter aufgestellten Konzern. Außerdem sei bei LC trotz der Marktdominanz mittelfristig mit Margendruck zu rechnen. Trotz hoher Markteintrittsbarrieren sei der Eintritt eines Wettbewerbers aus Fernost denkbar.
Die Aktie sei mit einem 2009er KGV von gut 16 relativ günstig bewertet.
Die Analysten der SEB belassen das Kursziel bei 102 EUR und bewerten die Merck-Aktie mit "buy". (Analyse vom 11.06.2008) (11.06.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 11.06.2008
| 15.10.2008 | Merck kaufen | Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA | |
| 14.10.2008 | Merck Upgrade | Commerzbank Corp. & Markets | |
| 13.10.2008 | Merck Downgrade | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 08.10.2008 | Merck buy | Citigroup Corp. | |
| 08.10.2008 | Merck kaufen | Independent Research GmbH |
Aktien in diesem Artikel
| 15.10.08 | Commerzbank halten | |
| 15.10.08 | Linde neues Kursziel | |
| 15.10.08 | Merck kaufen | |
| 15.10.08 | Hypo Real Estate hold | |
| 15.10.08 | Allianz neues Kursziel | |
| 15.10.08 | Daimler Ersteinschätzung | |
| 15.10.08 | Volkswagen Ersteinschätzung | |
| 15.10.08 | BMW Ersteinschätzung | |
| 15.10.08 | Münchener Rück neues Kursziel |
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