New York (aktiencheck.de AG) - Alistair Campbell, Alexandra Hauber-Schuele und Richard Vosser, Analysten von J.P. Morgan Securities, bewerten den Anteilschein des Unternehmens Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) unverändert mit "overweight".
Die auf dem Jahrestreffen der ASCO (American Society of Clinical Oncology) veröffentlichten Daten zu "Erbitux" dürften einen Einfluss auf die zukünftige Nutzung des Medikaments haben. Daraus würden sich negative Implikationen für die kurzfristigen Prognosen von J.P. Morgan Securities sowie positive Implikationen auf mittlere Sicht ergeben. Einige Studiendaten hätten gezeigt, dass Patienten mit einer besonderen Genmutation (KRAS) nicht von "Erbitux" profitieren würden. Zwar würden diese Patienten 35% der gesamten Patientenzahl ausmachen. Aufgrund der schwachen Reaktion auf "Erbitux" und der kürzeren Behandlungsdauer schätze man jedoch, dass sie lediglich 25% zum derzeitigen Umsatz bei der Behandlung von kolorektalem Krebs beitragen würden.
Im Fiskaljahr 2007 habe Merck ein EPS von 5,21 EUR erzielt. Die EPS-Schätzung von J.P. Morgan Securities für die Fiskaljahre 2008 und 2009 werde von 6,31 EUR auf 6,30 EUR bzw. von 6,91 EUR auf 6,83 EUR gesenkt, woraus sich ein KGV von 14,4 und 13,2 errechnen lasse. Das Kursziel der Aktie behalte man mit 100,00 EUR bei.
Auf dieser Grundlage lautet das Rating der Analysten von J.P. Morgan Securities für das Wertpapier von Merck weiterhin "overweight". (Analyse vom 03.06.08) (03.06.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 03.06.2008