Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analysten von Independent Research, Björn Wolber, stuft die Aktie von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) weiterhin mit "reduzieren" ein.
Am Mittwoch habe die EU-Kommission ein Bußgeld gegen Microsoft in Höhe von 899 Mio. Euro wegen Nichteinhaltung einer Kartellentscheidung verhängt. Der Konzern habe bis Oktober 2007 für technische Informationen seiner Produkte ungerechtfertigte Lizenzgebühren verlangt. Aufgrund dessen habe der Konzern gegen eine EU-Sanktion aus dem Jahr 2004 verstoßen, bei der das Unternehmen wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Position bestraft worden sei. Seit diesem Zeitpunkt habe Microsoft bereits rund 778 Mio. Euro an Bußgeld bezahlt.
Nach Erachten der Analysten werde sich die Wettbewerbssituation jedoch kaum verändern. Für andere Softwareanbieter bestehe zwar die Möglichkeit ihre Produkte kompatibler zu Microsoft-Produkten zu machen, für eine kommerzielle Nutzung der verfügbaren Protokolle bedürfe es jedoch weiterhin einer Erlaubnis.
Aufgrund des Urteils hätten die Analysten ihre EpS-Prognose von 1,86 USD auf 1,73 USD für das Jahr 2007/2008 angepasst.
Bei unverändertem Kursziel von 27 USD behalten die Analysten von Independent Research ihr "reduzieren"-Votum bei. (Analyse vom 28.02.2008) (28.02.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 28.02.2008