09.01.2008 08:24
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Monsanto kaufen (Aktienservice Research)

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" raten die Aktie von Monsanto (ISIN US61166W1018/ WKN 578919) weiterhin zu kaufen.

Eine wachsende Weltbevölkerung, zunehmender Wohlstand in aufstrebenden Schwellenländern wie China und Indien sowie die Suche nach alternativen Treibstoffen seien die Wachstumsmotoren für die Hersteller von Agrarrohstoffen. Um auf immer kleiner werdenden Anbauflächen ausreichende Erträge zu gewährleisten, würden dabei Pflanzen benötigt, die den geänderten Ansprüchen gerecht würden - ein Feld, auf dem sich der US-Saatgutproduzent Monsanto erfolgreich tummle. Die Geschäfte würden glänzend laufen, was sich auch in der Kursentwicklung der vergangenen Jahre widerspiegele. Die Aktie sei rasant geklettert und habe jüngst sogar ein neues Allzeithoch markiert. Angesichts der starken fundamentalen Situation sei aber durchaus weiteres Potenzial vorhanden.

Im Jahr 1901 gegründet, könne der US-Konzern auf eine inzwischen über einhundertjährige Firmengeschichte zurückblicken. In dieser Zeit hätten sich die Amerikaner vom Chemiehersteller zum Spezialisten für Agrarprodukte entwickelt. Heute beschäftige Monsanto weltweit 17.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. Das Unternehmen fokussiere sich auf Agrarprodukte und sei einer der Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von umweltverträglichen Pflanzenschutzmitteln sowie von mit moderner Biotechnologie verbessertem Saatgut. In Zeiten wie diesen, in denen offen und fast täglich über alternative Treibstoffe wie Bioethanol geredet werde, scheine Monsanto in der Gunst der Investoren dabei ganz oben zu stehen und der rasante Kursanstieg der vergangenen Jahre zeige, dass offenbar großes Potenzial gewittert werde.

Die Kernkompetenzen von Monsanto lägen im Bereich der Kulturpflanzen Mais, Soja, Raps und Baumwolle. Vor allem Mais, Soja und Raps dürften in den nächsten Jahren aufgrund der stetig steigenden Nachfrage nach Biotreibstoffen wichtige Agrarrohstoffe sein. Und dies wiederum bedeute, dass den Landwirten künftig stetig verbesserte Produktionsmittel wie hochertragreiche Sorten und effektive, ökologisch verträgliche Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen müssten. Und hier spiele Monsanto mit seinen Kernprodukten eine weltweit führende Rolle.

Wer ernten wolle, müsse allerdings auch säen - im Fall von Monsanto bedeute dies, in Forschung und Entwicklung zu investieren. In der Pflanzenzüchtung nutze der US-Konzern konsequent und mit großem Erfolg biotechnologische Methoden, um zu nachhaltigen Lösungen für den weltweit wachsenden Bedarf in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung beizutragen. Das möge den einen oder anderen Umweltaktivisten vielleicht stören. Man sollte aber gleichzeitig sehen, dass ohne diese biotechnologischen Methoden der Nachfrage des Marktes nicht nachgekommen werden könne.

Vor allem die Nachfrage aus China habe in den vergangenen Jahren massiv angezogen, Tendenz weiter steigend. Denn die Chinesen hätten ein Problem: Wenn man die eigenen Agrarkapazitäten nicht erheblich ausbaue, müsse in den nächsten Jahren knapp ein Drittel der Nahrungsmittel importiert werden. Also würden schnell wachsende Saatgüter benötigt. Und hier sei wiederum Monsanto im Spiel.

Das Unternehmen und die Branche hätten also eine goldene Zukunft vor sich. Einige Analysten würden für die kommenden Jahre von Wachstumsraten beim Gewinn von mehr als 25% p.a. ausgehen. Dies sei nicht ganz unrealistisch, wie auch die in der vergangenen Woche veröffentlichten jüngsten Quartalszahlen von Monsanto zeigen würden. Die Gesellschaft habe im ersten Quartal ihres aktuellen Geschäftsjahres 2007/08 (bis Ende August) vor allem wegen der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Saatgut, aber auch nach Pflanzenschutzmitteln, kräftige Zuwächse verbucht.

So sei der Umsatz von 1,54 Mrd. US-Dollar auf 2,1 Mrd. US-Dollar gestiegen. Beim Nachsteuergewinn habe Monsanto ein Plus von 90 Mio. US-Dollar auf 256 Mio. US-Dollar verbucht, so dass sich das Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,16 US-Dollar auf 0,46 US-Dollar verbessert habe. Mit diesen Zahlen habe der Konzern den Markt mehr als überraschen können, die durchschnittlichen Analystenschätzungen hätten lediglich bei 0,35 US-Dollar Gewinn je Aktie gelegen.

An die starken Zahlen wolle Monsanto anknüpfen. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 2006/07 bei Umsätzen von 8,56 Mrd. US-Dollar etwa 993 Mio. US-Dollar verdient habe, was einem EPS von 1,66 US-Dollar entsprochen habe, solle im laufenden Geschäftsjahr nun ein EPS am oberen Ende der bisher genannten Spanne von 2,20 US-Dollar bis 2,40 US-Dollar erreicht werden. Analysten würden mit Werten zwischen 2,40 US-Dollar und 2,80 US-Dollar rechnen. Für das nächste Geschäftsjahr würden sie dann von Werten zwischen 2,87 US-Dollar und 3,70 US-Dollar ausgehen.

Die Geschäfte von Monsanto hätten in den vergangenen Jahren von der wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und anderen Agrarrohstoffen profitieren können, was sich auch eindrucksvoll in der Kursentwicklung widerspiegele. Zwar erscheine die Aktie mit einem KGV von etwa 35 alles andere als günstig, die fundamental glänzenden Aussichten, gepaart mit den optimistischen Prognosen für die Branche, würden jedoch einen Aufschlag rechtfertigen.

Entsprechend können nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" nach wie vor langfristige Käufe der Monsanto-Aktie zur Depotbeimischung in Erwägung gezogen werden. Zur Absicherung biete sich ein Stopp-Loss im Bereich von 108,50 US-Dollar an. (Global Markets Ausgabe 372 vom 08.01.2008) (09.01.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 09.01.2008

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