Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten bei der Monsanto-Aktie (ISIN US61166W1018/ WKN 578919) Zuschauer zu bleiben.
Der Saatguthersteller unterliege vor Gericht. Es habe sich um die Einfuhr von genetisch verändertem Sojamehl gehandelt, das eine DNA-Sequenz in sich trage, die sich Monsanto EU-weit habe patentieren lassen. Konkurrenten hätten diese Art von Sojamehl aus Argentinien in EU-Länder importiert, und Monsanto habe versucht, diese Einfuhren durch Gerichtsbeschluss verbieten zu lassen.
Die Entscheidung habe letztlich der EU-Gerichtshof zu treffen gehabt und das Urteil sei zuungunsten von Monsanto ausgefallen. Mithilfe der genetischen Veränderung der Pflanze würden Sojapflanzen gegen das Pestizid Round Up resistent. Das Gericht habe die Wirksamkeit des Patents verneint, denn die Genveränderung wirke lediglich in der Pflanze, jedoch nicht im Sojamehl.
Das Urteil sei für den Sektor durchaus von Belang. Ein Großteil der globalen Sojamehl-Exporte stamme aus Argentinien. Die EU-Mitglieder seien die größten Abnehmer. Jedes Jahr werde Sojamehl mit einem Gesamtwert in Höhe von 3 Mrd. Euro gehandelt. Monsanto habe in Argentinien keine Patente angemeldet. Dagegen habe man sich in Europa fast 2.000 DNA-Stränge patentieren lassen.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen bei der Monsanto-Aktie Zuschauer zu bleiben. (Ausgabe 103 vom 07.07.2010) (08.07.2010/ac/a/a)
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